Handball: Thorsten Szymanski
Sendenhorster Trainer mit Kampffigur zwischen 85 und 120 kg

Sendenhorst -

Thorsten Szymanski wird die Handballer der SG Sendenhorst auch in der nächsten Saison trainieren. In seiner aktiven Zeit bei der Ahlener SG und beim ASV Hamm hat der Kreisläufer viele Jahre auf Zweitliga-Niveau gespielt. Ein Pokal-Match gegen den THW Kiel ist ihm besonders in Erinnerung geblieben.

Donnerstag, 20.02.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 17:40 Uhr
Als Trainer ist Szymanski (l.) mit der SG auf Bezirksliga-Platz sieben geklettert.
Als Trainer ist Szymanski (l.) mit der SG auf Bezirksliga-Platz sieben geklettert. Foto: Schaper

Als Handballer in der 2. Bundesliga hat Thorsten Szymanski einiges erlebt. „Ich kann mich an ein Pokalspiel gegen Kiel (33:36) vor 3300 Zuschauern in der Berg-Fidel-Sporthalle erinnern, wo wir den THW am Rande einer Niederlage hatten“, sagt der heute 40-Jährige. Sein Kampfgewicht schwankte seinerzeit zwischen 85 und 120 Kilogramm – je nachdem, welche Art Kreisläufer die unterschiedlichen Trainer gerade bevorzugten. „Beim Abnehmen habe ich Krafttrainingsverbot erhalten.“

Auch die Zahl an Kilometern, die er aus sportlichen Gründen auf der Autobahn nach Stralsund, Altenholz oder Usedom verbracht hat, ist immens. „Ich habe gefühlt Jahre im Bus verbracht“, so der 1,90 Meter Instinkthandballer.

Als A-Jugendlicher wurde er mit dem ASV Hamm Westfalenmeister, anschließend bekam er frühzeitig Spielanteile in der ersten Mannschaft der Ahlener SG . Mit der ASG-Reserve stieg er zeitgleich an der Seite von Philipp Lütkehaus und Matthias Flohr in die Verbandsliga auf. Mit 24 Jahren wechselte er dann zum ASV Hamm und blieb bis zu seinem Laufbahnende.

„15 neue Spieler musste Kay Rothenpieler damals unter einen Hut bekommen. Trotzdem haben wir als Aufsteiger gleich Top-Favorit Hildesheim geschlagen und sind am Saisonende Fünfter geworden. Die neue Halle wurde gebaut, die Fankultur ist enorm gewachsen, kaum ein Heimspiel war nicht ausverkauft. Es war sehr nett, das alles mitzubekommen.“

2014 beendete Szymanski seine aktive Handballerzeit und wurde Co-Trainer von Sascha Bertow in der 2. Liga. „Ich habe studiert und mich für meinen beruflichen Werdegang entschieden“, so der ledige Kaufmann, der seit zwei Jahren in Ahlen wohnt, gerne verreist und in vielen Sportarten zu Hause ist.

Als Elisabeth Hunkemöller ihn 2019 anrief und den Trainerposten in Sendenhorst anbot, wechselte Szymanski in die Bezirksliga. Nach mäßigem Start hat sich sein junges Team mit 15:19 Zählern auf Rang sieben emporgearbeitet. „Die Jungs sollten merken, was sie können und nicht die Köpfe hängen lassen“, hatte er sich auf die Fahnen geschrieben. „Das Üben in Kleingruppen und individuelles Entscheidungstraining sind mir wichtig. Es gibt oft nicht nur eine Lösung, sondern häufig drei oder vier. Deshalb machen wir montags eine halbe Stunde Taktik-Training“, so Szymanski weiter.

Inzwischen steht auch fest, dass er – wie bei Vertragsabschluss besprochen – bis 2021 auf der SG-Bank bleiben wird. „Mir macht‘s weiterhin Spaß und die Jungs haben auch Lust.“

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