Volleyball: Bezirkspokal
Schrille Töne in der Sendenhorster Westtorhalle

Sendenhorst -

Alarm in der Westtorhalle. Dafür sorgten im Rahmen der Vorrunde des Volleyball-Bezirkspokals aber nicht die Mannschaften. Vielmehr sorgte die Brandmeldeanlage für Aufsehen und eine Verzögerung. Nach 30 Minuten standen aber dann der Sport und die Favoriten im Vordergrund.

Dienstag, 03.03.2020, 18:50 Uhr
Haben sich gegen den Favoriten im Pokal mächtig gestreckt: Nils Bröcker (M.) und die SG-Volleyballer.
Haben sich gegen den Favoriten im Pokal mächtig gestreckt: Nils Bröcker (M.) und die SG-Volleyballer. Foto: Umlauf

Die Sendenhorster wollten den Gästen der Vorrunde des Volleyball-Bezirkspokals einen angemessen Empfang bieten. Einen derartig pompösen dann aber auch wieder nicht: Die Brandmeldeanlage der Westtorhalle schlug aus unbekannten Gründen laut Alarm und machte einen Turnierbeginn zunächst unmöglich. Erst mit einer Verzögerung von 30 Minuten ging es los. Dann aber lief alles nach Plan. Bei der Herren sicherte sich der SV BW Aasee erwartungsgemäß das Finalticket, bei den Damen der TuS Herten.

Ganz so einfach wurde es für die Verbandsliga-Mannschaft von BW Aasee, die das Regionalliga-Team vertrat, aber nicht. Denn die SG Sendenhorst-Everswinkel konnte beim 1:3 (15:25, 27:25, 10:25, 19:25) ein paar Nadelstiche setzen. Auch wenn die SG ohne Auswechselspieler in das Spiel ging und zudem auf einigen Positionen getauscht wurde. So führte Trainer Raphael Klaes im Zuspiel wieder Regie, dafür ging sein Bruder Stephan auf die Liberoposition und ersetzte Jan Kirstein. Über Außen hatte die Mannschaft mit Hubert Hagen sogar nur einen Angreifer, weshalb als Verstärkung Emil Plößner aus der Reserve aktiviert wurde.

Wir wollten heute Spaß haben und vernünftig spielen. Und das hat ganz vernünftig geklappt. Das Ergebnis war zweitrangig.

Raphael Klaes, Spielertrainer der SG Sendenhorst-Everswinkel

Im ersten Satz musste sich das Durcheinander auch erstmal finden und setzen, oftmals war der Spielaufbau sehr chaotisch und unruhig. Dann aber schaltete das Team zwei Gänge höher. Mit einer sauberen Struktur im Spiel konnte Aasee gut unter Druck gesetzt werden. Jetzt machte sich die Hilfe aus der Zweiten bemerkbar. Denn Plößner war der beste Spieler der SG. Der sprunggewaltige 17-jährige brachte jeden Ball unter. Meist waren es harte Angriffe, aber auch mit Köpfchen spielte er und ließ den Münsteranern keine Chance in der Abwehr. 27:25 lautete dann das Ergebnis in Satz zwei. Ganz aufrecht erhalten konnte die SG diesen Spielstil letztlich aber nicht. „Wir wollten heute Spaß haben und vernünftig spielen. Und das hat ganz vernünftig geklappt. Das Ergebnis war zweitrangig“, kommentierte Raphael Klaes das eigene Spiel. Im zweiten Halbfinale bezwang der TV Epe den SV Mesum 3:0 (25:10, 25:18, 25:23). Ebenfalls eine deutliche Angelegenheit wurde das Finale zwischen Aasee gegen Epe (3:0).

Verbandsligist ist für SG-Damen eine Nummer zu groß

Bei den Damen musste die SG ein 0:3-Niederlage (21:25, 18:25, 17:25) gegen den TSC Gievenbeck hinnehmen, die gegen einen Verbandsligisten aber auch verkraftbar ist. Besonders die Aufschläge des TSC waren von einem anderen Kaliber und stellten der SG-Annahme vor große Probleme. „Die Angriffe über die Mitte waren auch von einer ganz anderen Marke“, beschrieb Trainer Dieter Theis den TSC-Angriff. „Es hat sich aber dieses Wochenende noch einmal herausgestellt, dass Libera Marie Winkelkötter als Organisatorin im Hinterfeld immens wichtig ist“, sagte Theis weiter.

Im anschließenden internen Regionalliga-Duell setzte sich der TuS Herten 3:1 (25:22, 25:27, 25:11, 25:19) gegen den SCU Lüdinghausen durch. Dabei bekamen die Sendenhorster Zuschauer guten Volleyball zu sehen. Abschließend buchte Herten durch ein 3:0 (25:22, 25:23, 25:16) das Ticket für den WVV-Bezirkspokal.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7309322?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57551%2F
Nachrichten-Ticker