Fußball: Bezirksliga
SV Drensteinfurt: Dennis Popil und Markus Fröchte im Doppelinterview

Drensteinfurt -

Im Doppelinterview sprechen Dennis Popil und Markus Fröchte vom SV Drensteinfurt über den Abbruch des Spielbetriebs, ihr Alternativprogramm und die kommende Zeit.

Donnerstag, 19.03.2020, 09:15 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 10:00 Uhr
Dennis Popil
Dennis Popil

Nach 20 Spieltagen stehen die Bezirksliga-Fußballer des SV Drensteinfurt an der Tabellenspitze. Ob und wann sie die restlichen zehn Partien bestreiten, ist angesichts der Corona-Pandemie völlig unklar. Mindestens bis zum 19. April einschließlich dürfen keine Spiele ausgetragen werden. Die WN sprachen mit den SVD-Spielern Dennis Popil (23) und Markus Fröchte (25).

 

Was ist es für ein Gefühl, an den nächsten fünf Wochenenden auf Spiele und unter der Woche auch noch aufs Training verzichten zu müssen?

Popil: Es ist ein sehr komisches und gemischtes Gefühl. Es wird auf jeden Fall ungewohnt sein, weil es so eine Pause ja sonst nur im Sommer oder Winter gibt. Aus sportlicher Sicht ist es natürlich ärgerlich, da wir uns wieder sehr gut entwickelt hatten und alle schon richtig heiß auf das Aufstiegsrennen waren. Auch aus persönlicher Sicht werden mir das Training und die Spiele definitiv fehlen, weil es mit dieser Mannschaft Woche für Woche unheimlich viel Spaß macht. Anderseits ist diese Pause aber gut so, weil am Ende die Gesundheit an oberster Stelle steht. Es gibt Wichtigeres im Leben als Fußball.

Fröchte: Für mich ändert sich unter der Woche nicht allzu viel, da ich ohnehin wegen der Uni wenig trainieren konnte. Die Wochenenden aber fühlen sich ohne Fußball nicht mehr wie solche an – es ist schon ziemlich unwirklich.

Zum sportlichen Alternativprogramm: Wie halten Sie sich in den nächsten Wochen fit?

Popil: Ich werde wohl öfters joggen gehen und mit Intervallläufen arbeiten. Wäre das Fitnessstudio offen geblieben, hätte ich bestimmt auch mal beim Spinning mitgemacht und Krafttraining betrieben. Ansonsten trainiere ich halt ein bisschen mit meinem Opa zu Hause auf der Gymnastikmatte (lacht). Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf den körperlichen Zustand meiner Mannschaftskollegen in sechs Wochen. Ein paar werde ich vermutlich leider nicht mehr wieder erkennen.

Fröchte: Ich werde mich mit Laufen und Radfahren fit halten.

Wofür nutzen Sie die zusätzliche freie Zeit?

Popil: Die zusätzliche freie Zeit nutze ich jetzt vorrangig für meine Bachelorarbeit. Der Abgabetermin ist zufällig genau in sechs Wochen. Außerdem ist man ja durch den Fußball leider meist ein bisschen unflexibel, er nimmt für ein Hobby schon viel Zeit in Anspruch. Deswegen werde ich das auch ausnutzen, viel mit Freunden unternehmen und die Dinge machen, die man sonst während der Saison nicht so richtig machen kann.

Fröchte: Hauptsächlich werde ich wohl am Schreibtisch sitzen und mich auf das Staatsexamen vorbereiten.

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