Fußball: Wie Luis Bertels und Marc Düker vom SV Rinkerode mit der Zwangspause umgehen
„Es ist komisch, nichts mehr vorzuhaben“

Rinkerode -

Der Fußball mit seinen wöchentlichen Spielen und dem dazugehörigen Training hat bisher den Rhythmus von Luis Bertel und Marc Düker bestimmt. Nun stehen die beiden Spieler vom SV Rinkerode plötzlich wie alle mit sehr viel Freizeit da. Die nutzen sie auf ganz unterschiedliche Weise.

Sonntag, 29.03.2020, 20:55 Uhr aktualisiert: 29.03.2020, 21:00 Uhr
Da durfte er noch Fußball spielen:
Da durfte er noch Fußball spielen: Foto: Kleineidam

Die Fußballer des SV Rinkerode spielen die schlechteste Saison seit vier Jahren. 2016 beendeten sie die Spielzeit auf Platz elf, aktuell stehen sie in der Kreisliga A2 Münster sogar nur an zwölfter Stelle. Von daher hätten die Jungs von Trainer Roland Jungfermann sicher gerne schnell einen Haken hinter die Saison gemacht. Doch ein Ende, wie es aufgrund der Corona-Krise droht, hatten sich die Rinkeroder natürlich nicht gewünscht. WN-Mitarbeiter Matthias Kleineidam sprach mit den beiden Spielführern des SVR, Marc Düker und Luis Bertels , über die außergewöhnliche Situation und ihre (sportlichen) Beschäftigungen in der freien Zeit.

 

Was ist es für ein Gefühl, nun auf Spiele und auch noch aufs Training unter der Woche verzichten zu müssen?

Bertels: Es ist komisch, nichts mehr vorzuhaben. Mit dem Fußball hatte man die Trainingsabende verplant. Außerdem habe ich mich immer auf das Spiel am Sonntag gefreut. Jetzt muss ich mal gucken, was ich mit der ganzen freien Zeit anfange, die ich lieber mit Fußballspielen und meinen Mannschaftskameraden verbracht hätte.

Düker: Es ist ein Gefühl der Vernunft, weil Gesundheit das Wichtigste ist. Ich glaube nicht, dass es nach den sechs Wochen weitergeht. Es ist schon ungewohnt, so viel Zeit zu haben. Es ist ja nicht nur, dass man selber nicht trainiert und spielt, man kann auch kein Fußball gucken.

Wie halten Sie sich denn in den nächsten Wochen fit?

Bertels: Ich spiele neben dem Fußball eigentlich noch Tennis. Die Mannschaftsspiele und das Training sind nun aber auch abgesagt. Bis vor Kurzem dachte ich noch, dass wir einmal in der Woche trainieren, da man beim Tennis den Kontakt mit dem Gegner vollständig vermeiden kann.

Düker: Ich werde mir regelmäßig die Laufschuhe anziehen und eine Runde joggen gehen.

Wofür nutzen Sie die zusätzliche freie Zeit?

Bertels: Was ich an den Trainingsabenden mache, weiß ich selber noch nicht. An ein paar Vormittagen der vorvergangenen Woche habe ich aber auf die Nachbarskinder aufgepasst, weil die Schulen geschlossen und die Eltern beide arbeiten sind.

Düker: Da ich verheiratet bin und zwei Kinder habe, werde ich die freie Zeit mit meiner Familie verbringen. Am Wochenende haben wir schon das gute Wetter genutzt und waren mit dem Rad unterwegs. Es stehen aber auch Aktivitäten wie Schuppen aufräumen, Gartenarbeit und so weiter auf den Plan.

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