Fußball: Außerordentlicher Verbandstag des FLVW
Deutliches FLVW-Votum: RW Ahlen steigt in die Regionalliga auf

Ahlen -

Jetzt hat Rot-Weiß Ahlen endlich Planungssicherheit. Der Verein steht nach dem außerordentlichen Verbandstag des FLVW als Aufsteiger fest. Die Arbeit für die neue Saison ist schon angelaufen. Der neue Trainer Björn Mehnert hat bereits übernommen. Seine erste Amtshandlung war schweißtreibend.

Dienstag, 09.06.2020, 14:08 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 16:00 Uhr
Nach einer furiosen Saison erntet Rot-Weiß Ahlen mit dem Aufstieg in die Regionalliga den verdienten Lohn für erfolgreiche Arbeit. Damit hat der Verein nun Planungssicherheit. Der neue Trainer Björn Mehnert hat unterdessen bereits mit der Vorbereitung begonnen.
Nach einer furiosen Saison erntet Rot-Weiß Ahlen mit dem Aufstieg in die Regionalliga den verdienten Lohn für erfolgreiche Arbeit. Damit hat der Verein nun Planungssicherheit. Der neue Trainer Björn Mehnert hat unterdessen bereits mit der Vorbereitung begonnen. Foto: Michael Bieckmann

Nun ist es amtlich: Rot-Weiß Ahlen steht als Aufsteiger in die Regionalliga fest und spielt künftig in der vierthöchsten Klasse. Mitte März war die Saison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen worden. Anfang Mai hatte der FLVW die Empfehlung ausgesprochen, die Saison abzubrechen und die Aufsteiger auf Basis einer Quotientenregelung zu bestimmen. Darüber stimmte nun jüngst ein außerordentlicher Verbandstag des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) ab. 144 von 149 Delegierten aus den Kreisen gaben dazu ihre Stimme ab und votierten mit 144 Ja-, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung für den Saisonabbruch.

Mehnert prüft Fitnesszustand

„Wir wären natürlich lieber sportlich aufgestiegen. Aber wir dürfen uns auch nicht einreden lassen, wir wären am grünen Tisch aufgestiegen. Der Aufstieg ist verdient. Diese Entscheidung ist die einzig Richtige“, sagte Joachim Krug . RW Ahlens Sportlicher Leiter musste wochenlang zumindest aber auch die Variante eines Verbleibs in der Oberliga in Betracht ziehen.

„Nun hat der Verein Planungssicherheit und die braucht er auch“, sagt Björn Mehnert. Der neue Trainer hat inzwischen das Zepter übernommen. Zuvor hat er sich mit dem bisherigen Coach Christian Britscho ausgetauscht. Der hatte die Mannschaft mit individuellen Trainingsplänen fit gehalten, um sie seinem Nachfolger in möglichst gutem Zustand zu übergeben. Einen ersten Eindruck verschaffte sich Mehnert am vergangenen Wochenende. Da ließ er seine Spieler in einem Fitnessstudio in Hamm auf dem Laufband antreten, um dort eine Spiroergometrie, eine Atemgas-Analyse, durchführen zu lassen. „Im Laufe der Woche erhalte ich die Ergebnisse. Dann weiß ich, auf welcher Grundlage jeder Einzelne startet. Die ersten Eindrücke waren aber positiv“, sagt Mehnert.

Mehnert plan dreigliedrige Vorbereitung

In der kommenden Woche möchte er den Übungsbetrieb wieder aufnehmen. „Die Jungs müssen sich wieder an die Kugel gewöhnen. Wir müssen uns langsam wieder reinfinden und fußballspezifisch arbeiten“, so Mehnert.

Der dreiwöchigen Eingewöhnungsphase soll eine kurze Pause folgen. Dann folgt der nächste Block, an dem drei Wochen lang knackig an der allgemeinen körperlichen Verfassung gearbeitet werden soll. Nach einer weiteren Pause soll es dann einer vierwöchigen Feinschliff geben, in dem die Taktik im Vordergrund stehen soll. „Diese Situation ist für alle neu. Wir müssen einfach flexibel mit ihr umgehen und auch mit Änderungen rechnen“, sagt Björn Mehnert.

Er rechnet nicht damit, dass die Saison vor Anfang September beginnt. Genug Zeit also, sich vorzubereiten. 21 Spieler hat RWA aktuell im Kader. Vier bis fünf weitere sollen folgen. „Für die Regionalliga müssten wir eigentlich noch mal richtig fett was tun. Denn wir möchten den Zuschauern eine Mannschaft präsentieren, die nicht nur um den Klassenerhalt spielt, sondern mithalten kann“, unterstreicht Joachim Krug.

Fünf Eigengewächse rücken auf

Der Sportliche Leiter fahndet nach eigenem Bekunden noch nach einem Torwart, einem Sechser, einem Spieler für die (rechte) Außenbahn sowie nach einem Angreifer. Aus der eigenen A-Jugend rücken zudem Torhüter Veith Walde, die Abwehrspieler Duran Turan, Leon Benning sowie die Mittelfeldspieler Ali Cirak und Benito Diehl auf.

Dennoch braucht Rot-Weiß in der Regionalliga noch einen weiteren Qualitätsschub, wie ihn sich der Club von den beiden bereits verpflichteten Robin Hoffmann und Romario Wiesweg verspricht. „Doch das alles ist wie immer auch eine Frage der Mittel. Auch wir haben durch die Coronakrise verschärfte Probleme. Daher werden wir keine Schnellschüsse machen, die uns finanziell das Genick brechen“, betont Joachim Krug.

 

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