Handball: Kreisliga
Huhnhold hilft den HSG-Muskeln auf die Sprünge

Vier Jahre lang betreute Heinz Huhnhold das Damen-Team der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, nun wechselte er im Frühjahr seinen Arbeitsplatz und beerbte Volker Hollenberg als Trainer der Männer-Mannschaft.

Freitag, 24.07.2020, 17:52 Uhr

Über eine mehrmonatige Zwangspause und vorsichtige Wiedereingliederung in den Trainingsalltag sprach Redakteur Ulrich Schaper mit dem B-Lizenz-Inhaber.

 

Herr Huhnhold, viele Wochen mussten Sie warten, ehe Sie ihre neue Mannschaft kennenlernen und mit ihr trainieren durften – wie läuft denn die gemeinsame Annäherung?

 

Huhnhold: Bevor ich die Damen übernommen habe, habe ich ja schon einmal die Herren trainiert – aus dieser Zeit kannte ich noch die einen oder anderen Spieler. Vom Sehen aus der Halle kannte man sich ohnehin. Bei den jungen Spielern war das was anderes, die waren mir noch nicht so geläufig. Ich mache mir aber keine Gedanken – wir kriegen das schon hin.

Und wie läuft es in sportlicher Hinsicht?

 

Huhnhold: Als es hieß, man dürfe wieder Sport mit Gruppen von bis zu 30 Personen machen, haben wir unter Berücksichtigung eines geeigneten Hygiene-Konzeptes wieder angefangen zu trainieren. Ein bisschen Kondition, ein bisschen Koordination – nach viermonatiger Pause mussten sich die Muskeln bei dem ein oder anderen erst einmal wieder daran erinnern, was es heißt, Handball zu spielen. Den Jungs hat es jedenfalls Spaß gemacht, sich mal wieder in der Gruppe zu treffen und sich gemeinsam zu bewegen. Seit drei Einheiten sind wir jetzt auch wieder in der Halle, können ein bisschen Kontaktsport machen und ein paar 1:1-Situationen spielen. Wir tasten uns langsam wieder heran. Ich als Trainer muss auch schauen, dass ich die Mannschaft nicht überfordere und durch die passende Trainingssteuerung Verletzungen vorbeuge.

Wie fühlt es sich denn grundsätzlich an, wenn man von einem Damen- zu einem Herrenteam wechselt? Was ist anders?

Huhnhold: Ich bereite mich genauso akribisch auf jedes Training und jedes Spiel vor, wie bei den Damen auch. Natürlich sind die körperlichen Voraussetzungen andere, man kann die Belastung schon anders ansetzen. Da muss ich mich schon dran gewöhnen. Dafür habe ich aber ja nun auch die B-Lizenz, und ich werde die Jungs schon dahin führen, wo sie hingehören.

Es gibt in der kommenden Spielzeit drei Kreisligen. Sie spielen mit Ihrem Team in Staffel drei mit sieben weiteren Mannschaften, darunter vier Aufsteiger. Macht Sie das sofort zum Favoriten?

 

Huhnhold: Ich bin schon immer ein großer Freund davon gewesen, erst einmal anzufangen und zu schauen – wie wir drauf sind, wie die anderen Teams drauf sind. Wir haben vier Reserve-Mannschaften in der Liga. Das heißt aber auch, dass es da jeweils eine höherklassige erste Mannschaft gibt. Wenn die Spieler abgeben an die Zweitvertretung hat man schnell den Hut auf. Nein, wir machen jetzt erst einmal unsere Hausaufgaben, und dann schauen wir, wie uns der Start gelingt.

Was ist in der weiteren Vorbereitung bis zum 3. Oktober geplant?

Huhnhold: Wir werden die Intensität nach den Sommerferien sich etwas steigern. Wenn es machbar ist, werden wir auch das eine oder andere Testspiel bestreiten. Ich habe schon mit ein paar Trainerkollegen gesprochen, aber wir warten jetzt erst einmal ab, wie sich die Situation entwickelt.

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