Handball: Bezirksliga
Schrumpfende Vorfreude bei der SG Sendenhorst

Sendenhorst -

Auch in Sendenhorst wächst die Unsicherheit angesichts steigender Infektionszahlen. Noch am Donnerstagnachmittag hatte sich SG-Trainer Thorsten Szymanski besorgt über das Infektionsgeschehen geäußert – am Freitag dann meldete der nächste Gegner, die HSG Gremmendorf/Angelmodde, einen Corona-Verdachtsfall. Die Partie am Samstag (17.15 Uhr) wurde daraufhin abgesagt.

Freitag, 23.10.2020, 17:31 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:04 Uhr
Yascha Feldmann (rot) und die Herren der SG Sendenhorst wollen am Samstag ihren zweiten Saison-Sieg einfahren.
Yascha Feldmann (rot) und die Herren der SG Sendenhorst wollen am Samstag ihren zweiten Saison-Sieg einfahren. Foto: Ulrich Schaper

„Hut ab“, lautete das knappe aber mit großem Respekt vorgetragene Urteil Thorsten Szymanskis mit Blick auf die Entscheidung Roxels, Trainings- und Meisterschaftsbetrieb vorerst ruhen zu lassen. „Ich finde das eine sehr starke Aktion“, sagt der Trainer der Bezirksliga-Herren der SG Sendenhorst weiter.

Er habe eigentlich schon längst damit gerechnet, dass der Verband dem Kontaktsport – zumindest auf Amateurebene – einen Riegel vorschiebt. „Die Zahl der Infizierten liegt bereits über dem Niveau des Frühjahres – und damals hat man entschieden, die Saison abzubrechen“, sagt Szymanski.

Man könne das nicht in die Hände der Vereine legen. Dass der Frauen-Landesligist aus Roxel mit seinem klaren Statement voranschreitet, sei super – löst aber die Problematik nicht.

„Die Interessen sind ja ganz unterschiedlich gelagert: Einige Vereine wollen aufsteigen, haben Geld in die Hand genommen und werden sich nur schwer dazu durchringen, Begegnungen ausfallen zu lassen. Da darf man die Vereine nicht allein lassen.“ Der Verband habe eine Vorbildfunktion und solle im Sinne aller eine Lösung finden. „Für mich macht es Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt einen Cut zu machen. Wenn wir die Spielzeit bis Januar ruhen lassen würden und dann auch mal Partien in der Woche hätten, dann wäre das halt so. Denkbar wäre ja auch ein Meisterschaftsturnier zum Abschluss zu spielen“, zeigt Szymanski Auswege auf.

Eine ligenübergreifende Entscheidung seitens des Westfälischen Handballverbandes (WHV) jedoch ist noch nicht in Sicht.

Handballkreis Hellweg stellt Spielbetrieb ein

Der Handballkreis Hellweg hat auf die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen reagiert und lässt den Spielbetrieb ab sofort bis 8. Januar 2021 ruhen. Zuvor traten die Verantwortlichen zu einer außerordentlichen Vorstandssitzung zusammen, bei der sie verschiedene Modelle diskutierten. Dem folgte eine Rücksprache mit den Vereinen. Der Vertreter stimmten mit einer großen Mehrheit zu, den Spielbetrieb vorerst einzustellen. Zustimmung für diese Entscheidung gab es auch von den heimischen Clubs Ahlener SG, Eintracht Dolberg, dem TV Beckum und dem TV Ennigerloh.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7645838?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57551%2F
Nachrichten-Ticker