Fußball: Landesliga
Ernüchterung im Erlfeld - klare Worte beim SVD

Drensteinfurt -

Das Warten geht weiter. Gleichzeitig nimmt die Ernüchterung im Erlfeld zu. Denn auch nach Spiel Nummer sieben und dem 0:1 gegen Borussia Münster in einem richtungsweisenden Spiel, droht der SV Drensteinfurt den Anschluss zu verlieren. Das zeigt Wirkung.

Montag, 26.10.2020, 09:45 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:01 Uhr
Vergeblich gestreckt: Was
Vergeblich gestreckt: Was Foto: Kleineidam

In der zweiten Halbzeit wurde es düster. Das lag zum einen an der Zeitumstellung in der Nacht zuvor, aber auch an den Regenwolken, die über dem Kunstrasenplatz im Sportzentrum Erlfeld aufzogen. Das Ganze passte perfekt zur Stimmung, die nach dem Schlusspfiff beim Fußball-Landesligisten SV Drensteinfurt herrschte – auch die war düster. Durch ein Gegentor in der 87. Minute hatten sich die Drensteinfurter im immens wichtigen Heimspiel gegen den direkten Rivalen Borussia Münster mit 0:1 (0:0)geschlagen geben müssen und einen weiteren Nackenschlag bekommen.

Während die Borussia nach fünf Niederlagen nacheinander ihren dritten Saisonsieg feierte und auf Platz elf kletterte, wird die Serie des SVD kurz vor Halloween so langsam unheimlich. Der Tabellenletzte ging zum sechsten Mal am Stück leer aus und droht (frühzeitig) den Anschluss zu verlieren.

Einer von vielen, die völlig frustriert und mit gesenktem Kopf vom Platz schlichen, war Markus Fröchte . Der Verteidiger hatte nicht viel falsch gemacht, konnte sich dafür aber nichts kaufen. „So ein 50:50-Spiel darfst du nicht verlieren“, sagte ein desillusionierter Fröchte und sprach ein Problem an: „Wir gehen einfach nicht in Führung.“ Trainer Oliver Logermann , der sich mangels großer Alternativen zur zweiten Halbzeit für den gelb-rot-gefährdeten Leon van Elten eingewechselt hatte, übte schonungslos Kritik: „Wir sagen momentan immer, es würden Kleinigkeiten fehlen, aber Ausreden zählen jetzt nicht mehr. Da muss ich vielleicht irgendwann auch mal die Qualitätsfrage stellen. Wir waren wieder sehr torungefährlich.“

Da muss ich irgendwann auch mal die Qualitätsfrage stellen.

Trainer Oliver Logermann

Das Kellerduell entwickelte sich von Beginn an zu einem intensivem Spiel, in dem das Schlusslicht im 4-4-2 agierte und es zunächst keine nennenswerten Chancen gab – und keine Zuschauer. Nur 99 Personen inklusive der Spieler und Verantwortlichen wären wegen der Pandemie erlaubt gewesen. „Da haben wir gesagt: Wir lassen es ganz“, erklärte der Corona-Beauftragte des SVD, Heinz-Dieter Heinrich. Die Borussen setzten einen Kopfball ebenso drüber (18.) wie auf der anderen Seite Maximilian Groß nach einer Flanke von André Vieira Carreira (29.).

Entscheidung fällt kurz vor dem Abpfiff

Nach dem Wechsel versuchte es Nemanja Kovacevic per Kopf, Stewwerts Schlussmann Steffen Scharbaum reagierte stark (63.). In dieser Phase überzeugten die Gastgeber durch gutes Gegenpressing – und hatten die Führung auf dem Fuß. Nach einem super Zusammenspiel zwischen dem eingewechselten (Spieler-)Trainer Oliver Logermann und Diogo Castro scheiterte Letzterer an Keeper Philipp Oluts (74.). Kurz vor Schluss fiel der erste und einzige Treffer doch noch. Scharbaum hielt einen Versuch des eingewechselten Leonard Mikowsky (86.), doch bei der nachfolgende Ecke köpfte Borussias Kapitän Manoel Schug den Ball völlig freistehend ins Netz – 0:1 (87.).

SVD:Scharbaum – Fröchte, Lübke, Ziegner, Vieira Carreira – Niehues (90. Diepenbrock), van Elten (46. Logermann), Groß (63. De. Popil), Northoff (80. Wichmann) – Castro, Bußmann

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