Fußball: Landesliga
SVD-Trainer Logermann rätselt über die Erfolglosigkeit

Drensteinfurt -

Die Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Oliver Logermann sind nicht weniger geworden. Schließlich finden sich die Bemühungen des SV Drensteinfurt nicht auf dem Punktekonto wieder. Die weiße Fahne wird beim Landesliga-Neuling und -Schlusslicht aber noch nicht gehisst.

Montag, 26.10.2020, 18:23 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:05 Uhr
Bislang zu oft nur zweiter Sieger: Maximilian Groß (l.) und der SVD laufen in der Landesliga hinterher. Trainer Oliver Logermann rätselt über die Gründe.
Bislang zu oft nur zweiter Sieger: Maximilian Groß (l.) und der SVD laufen in der Landesliga hinterher. Trainer Oliver Logermann rätselt über die Gründe. Foto: Kleineidam

Der SV Drensteinfurt kommt in der Landesliga nicht vom Fleck, bleibt nach dem 0:1 im wichtigen Kellerduell gegen Borussia Münster den Beweis der Ligatauglichkeit weiter schuldig – und Schlusslicht. Über die Nachwehen der jüngsten Niederlage und die Ursachen steht Trainer Oliver Logermann Rede und Antwort.

 

Wie groß ist die Ernüchterung nach dem 0:1?

Oliver Logermann: Schon extrem groß. Noch vor zwei Wochen beim 0:3 gegen den SV Herbern waren wir chancenlos. Aber in den drei Spielen in sieben Tagen gegen Altenrheine, Haltern und Borussia war die Leistung in Ordnung. Mit etwas mehr Spielglück können wir aus diesen Spielen sieben oder neun Punkte holen.

Sie haben nach dem Spiel gegen Borussia Münster über die Qualitätsfrage im Kader sinniert. Ist das der Grund für die ausbleibenden Erfolge?

Logermann: Der Kader gibt aufgrund der Ausfälle momentan nicht viel her. Man muss aber auch sagen, dass einige Spieler in 14 Tagen fünf Spiele über 90 Minuten absolviert haben. Es spricht zudem doch schon Bände, wenn ich in Haltern 30 Minuten und gegen Münster eine Halbzeit spielen musste. Das war bei einem 23er-Kader niemals geplant. Ich weiß daher nicht genau, ob es eine Qualitäts- oder auch Kopfsache ist. Darüber rätseln wir momentan noch.

Aber auf den ersten Blick ist der Kader doch breit und gerade nominell gut aufgestellt. Nicht wenige bringen Westfalenliga-Erfahrung mit …

Logermann: Tatsächlich sind Alexander Pankok, Tobias Brune, Martin Lambert und Raphael Nordhoff verletzt, Michael Eißing ist überwiegend in Köln. Zudem möchten Dennis Hoeveler, Valentin Kröger und Maximilian Schulze-Geisthövel, der sich sogar im Homeoffice in Drensteinfurt befindet, nicht berücksichtigt werden. Mit Blick auf ihren Beruf wollen sie keine Quarantäne riskieren.

Und sportlich

Logermann: In dieser Liga wird viel über Standards entschieden. Wir haben nach Eckbällen schon fünf oder sechs Gegentore kassiert. Bei uns kommt hingegen nicht einer gefährlich vor das gegnerische Tor. Darüber hinaus fehlt uns die Durchschlagskraft, das entsprechende Offensivverhalten. Was nicht allein an den Stürmern liegt. Ich würde mir wünschen, dass wir malin Führung gehen.

Niemand hat vor der Saison einen Durchmarsch erwartet. Aber auch nicht den letzten Tabellenplatz, oder?

Logermann: Das ist so. Aber die Verletzungen und die Corona-Pause haben uns zugesetzt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir mit dem Mittelfeld der Liga gut mithalten könnten. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir es in den bisherigen sieben Spielen mit dem TuS Altenberge, Eintracht Ahaus, SV Herbern und TuS Haltern II – und so mit vier Mannschaften aus den aktuellen Top fünf – zu tun hatten.

Was muss sich ändern? Oder muss sich überhaupt etwas ändern?

Logermann: Der Abstand darf bis zum Winter nicht zu groß werden. Grundsätzlich muss man etwas machen. Denn nach der Winterpause stehen Alexander Schulze-Geisthövel und Raphael Northoff aus Studiengründen nicht mehr zur Verfügung. Die weiße Fahne hissen wir aber noch nicht.

Und kurzfristig?

Logermann: Am Samstag wartet zu einem völlig unpassenden Moment das Westfalenpokalspiel beim SV Werl-Aspe auf uns. Dort werden wir wohl einigen Spielern ungeachtet der strapazierten Personaldecke eine Verschnaufpause einräumen müssen. Denn sie müssen dringend regenerieren. Am kommenden Dienstag geht es schließlich zum BSV Roxel. Die Punkte aus dem Spiel sind kurzfristig das nächste Ziel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7649657?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57551%2F
Nachrichten-Ticker