Galopp: Erfolg für Rennverein Drensteinfurt
Gaja im Endspurt nicht zu stoppen

Drensteinfurt -

Lange Zeit war es ruhig geworden um den Stall Drensteinfurt. Aufgrund des coronabedingten Ausfalls sämtlicher Rennveranstaltungen im Frühjahr gab es nur wenige bis gar keine Startmöglichkeiten für die letztjährige Stuten-Derby-Vierte Gaja oder für den neunfachen Vorjahressieger Etorix.

Donnerstag, 05.11.2020, 14:09 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 16:18 Uhr
Gaja war im Einlauf das schnellste Pferd.
Gaja war im Einlauf das schnellste Pferd. Foto: Rennverein Drensteinfurt

Formschwankungen waren somit vorprogrammiert. Und auch Casanova d‘Amour, 16-facher Sieger und Gewinner von fast 45 000 Euro Preisgeld, war nach einem Trainingssturz mehrere Monate außer Gefecht. So freuten sich Besitzer Heinz Kuhlmann und Klaus Storck allenfalls über kleine Formansätze und schickten die in dieser Saison noch sieglose Gaja in Berlin in den Hauptlauf zur diesjährigen Breeders Crown für vierjährige Stuten.

In dem mit 44 086 Euro dotierten Traditionsrennen trafen sich die besten deutschen vierjährigen Stuten, wo auch die Vorjahressiegerin des Deutschen Stutenderbys, La Grace, eingeschrieben war und mit dem deutschen Champion Michael Nimczyk an den Start ging.

Nach letztlich nur wenig überzeugenden Vorstellungen ging die Drensteinfurterin Gaja als längste Außenseiterin (331:10) in die Partie. Das Rennen führte über 1900 Meter. Gleich in der Startphase setzte sich die Zweitplatzierte des letztjährigen Stutenderbys, Rock my Dreams mit „Seppi“ Franzl, an die Spitze und schlug eine flotte Pace an.

Trainer und Fahrer Jochen Holzschuh fand mit der kleinen Gaja ein Rennen im Mittelfeld und setzte alles auf ihre guten Speedqualitäten. In der letzten Überseite schien sich dann ein mittelschweres Fiasko anzubahnen, als von hinten gleich mehrere Pferde aufrückten.

Während sich die bayerische Gaststute Rock my Dreams­ in der Endgeraden zu einem leichten Sieg freimachen konnte, suchte Holzschuh verzweifelt die dringend benötigte Passage, die er 150 Meter vor dem Ziel dann auch fand. Dann schaltete Gaja umgehend den Turbo, war im Einlauf das schnellste Pferd. Für diese Leistung kassierte der Stewwerter Stall fast 9000 Euro Preisgeld.

Auf gute Quoten hofft der Rennverein Drensteinfurt auch für das kommende Jahr, wenn es möglicherweise im Erlfeld wieder „Start frei“ heißt. Sofern es der Verlauf der Pandemie zulässt, hat der Veranstalter als Renntermin den 15. August 2021 angesetzt. Das dürfte auch Besitzer, Trainer und Fahrer freuen, die in diesem Jahr den Renntag im Erlfeld so schmerzlich vermisst haben. Die Planungen laufen bereits, wie der Rennverein in seiner Mitteilung schreibt. Das erste Konzept sei durchaus interessant.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7664838?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57551%2F
Nachrichten-Ticker