Rollstuhlbasketball: 1. Bundesliga
Endlich wird’s beim BBC Münsterland lauter auf dem Feld

Warendorf -

Mit einer Sondergenehmigung dürfen die Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland wieder trainieren. Die Warendorfer tragen auch bei den Übungseinheiten einen Mund- und Nasenschutz, spezielle Sportmasken. Das hat sogar einen großen Vorteil, wie Trainer Marcel Fedde verrät.

Donnerstag, 10.12.2020, 16:41 Uhr
Selbst hinter dem Mund- und Nasenschutz ist beim Warendorfer Marco Hoffmann ein Lächeln zu erkennen.
Selbst hinter dem Mund- und Nasenschutz ist beim Warendorfer Marco Hoffmann ein Lächeln zu erkennen. Foto: Poschmann

Seit dem 1. Dezember dürfen die Warendorfer Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland mit einer Sondergenehmigung wieder in der Halle der Josefschule trainieren, um sich auf ihre Premiere in der 1. Bundesliga Mitte Januar vorzubereiten. Ein Privileg, das die Sportler zu schätzen wissen. „Wir haben richtig Spaß und freuen uns sehr“, sagt Trainer Marcel Fedde . Dessen Mannschaft verhält sich auch während der Einheiten sehr diszipliniert und trägt mehr zum Infektionsschutz bei, als sie eigentlich müsste. So wird zum Beispiel komplett mit Mund- und Nasenschutz trainiert, der eigentlich auf dem Feld nicht genutzt werden müsste. Für Fedde ist das dennoch eine gute Idee. „Wir haben lange freiwillig auch auf das Training verzichtet“, erinnert der Coach daran, dass er und seine Spieler die Pandemie sehr ernst nehmen. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst – deshalb auch die Maske. Wir wollen die Trainingseinheiten so sicher wie möglich gestalten.“

Da hat man mit dem Atmen keine Probleme.

Marcel Fedde

Dabei müssen sich alle erst einmal an das Stück Stoff beim Sport gewöhnen. „Es sind aber spezielle Sportmasken, da hat man mit dem Atmen keine Probleme“, erklärt Fedde. Etwas anderes ist eher hinderlich: „Wenn man viel schwitzt, werden die Masken feucht. Das ist dann schon ein komisches Gefühl“, so der Trainer. „Wir besorgen uns noch ein paar mehr, dann können wir die zwischendurch wechseln.“

Fedde sieht aber auch einen Vorteil: „Mir war es immer zu ruhig auf dem Feld. Dadurch, dass man jetzt lauter rufen muss, um die Leute hinter der Maske auch zu hören, ändert sich das gerade.“

Das fühlt sich jetzt an wie ein Sommerloch im Winter.

Marcel Fedde

Die Erstliga-Premiere wird wohl eine Wundertüte, zumal der BBC ja mitten in der Vorbereitung pandemiebedingt freiwillig einige Wochen den Trainingsbetrieb komplett eingestellt hatte. „Das fühlt sich jetzt an wie ein Sommerloch im Winter“, nimmt es Fedde mit Humor.

Kaltstart

Geübt werden in erster Linie Spielformen, und in voller Besetzung wird untereinander in verschiedenen Formationen viel gegeneinander gespielt. „Wir haben unser letztes Spiel im März gegen Paderborn gehabt, da müssen wir einfach irgendwie versuchen in den Rhythmus zu kommen und die Abstimmung untereinander zu finden“, macht Fedde klar.

Seit April sind alle geplanten Testspiele und Turniere coronabedingt ausgefallen. Im Januar erfolgt dann der Kaltstart nach satten zehn Monaten ohne Spiel gegen einen Gegner, der nicht aus den eigenen Trainings- und Mannschaftskollegen bestand.

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