Fußball: Landesliga
Logermann verlässt SV Drensteinfurt gen Roxel

Kreis Warendorf/Drensteinfurt -

Die Wege des SV Drensteinfurt und von Trainer Oliver Logermann werden sich im Sommer trennen. Der 35-Jährige geht zum Ligakonkurrenten BSV Roxel. Logermann kam 2012 als Spieler ins Erlfeld und wechselte 2017 an die Seitenlinie. Er etablierte den Club in der Spitze der Bezirksliga und stieg mit dem SVD in der vergangenen Saison in die Landesliga auf. Nun endet die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Dienstag, 22.12.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 22.12.2020, 18:29 Uhr
Seit der Saison 2017/2018 steht Oliver Logermann an der Seitenlinie des SV Drensteinfurt. Im Sommer verlässt er den Landesligisten in Richtung Roxel.
Seit der Saison 2017/2018 steht Oliver Logermann an der Seitenlinie des SV Drensteinfurt. Im Sommer verlässt er den Landesligisten in Richtung Roxel. Foto: Ulrich Schaper

„Ich habe mich entschieden, den Verein am Ende dieser Spielzeit zu verlassen. Ich bin als Spieler und Trainer schon sehr lange beim SVD und hatte einfach das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt ist, etwas anderes zu machen“, sagt Logermann . „Roxel ist für mich eine reizvolle Aufgabe. Ich hatte grundsätzlich immer schon mal Lust, wieder etwas in Münster zu machen. Da war das jetzt die passende Anfrage“, sagt Logermann.

Derzeit liegt der SVD abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang der Landesliga . Reihenweise entglitten dem Team trotz einiger passabler Leistungen die Punkte; nur einen Zähler holten die Stewwerter aus sieben Begegnungen.

Reizvolle Gelegenheit zum rechten Zeitpunkt

Möglicherweise sei der Zeitpunkt des Wechsels unglücklich, habe aber nichts mit der sportlichen Situation zu tun. „Wir haben eine tolle Mannschaft, die in der Lage ist, wirklich guten Fußball zu spielen“, sagt der scheidende Coach. Er habe sich gleichwohl schon länger gefragt, ob es Zeit für einen Wechsel sei – und nun die Chance nutzen wollen. Roxel sei ein ambitionierter Landesligist und ein sehr familiärer Verein mit einem guten Umfeld. Einige Spieler kennt Logermann bereits und auch der sportliche Leiter, Aljoscha Groß, ist ihm kein Unbekannter. Der jetzige Übungsleiter, Tobias Tumbrink, wird zum zweiten Mal Vater und legt sein Amt daher nieder. Logermann wird das BSV-Team zusammen mit Co-Trainer Manuel Andrick betreuen.

Er hoffe sehr, dass sein Weggang nicht eine Kettenreaktion in Gang setze. Viele Akteure sind ehemalige Weggefährten Logermanns aus seiner Zeit beim TuS Hiltrup und in Münster.

Logermann hilft bei der Suche eines Nachfolgers

„Die Gefahr ist natürlich da. Ich versuche, den Verein zumindest in Sachen Trainersuche zu unterstützen. Für Drensteinfurt soll es vernünftig weitergehen“, sagt der 35-Jährige. „Ich hoffe natürlich, dass der Verein sportlich auch zukünftig eine Rolle spielt – in der einen oder in der anderen Liga“, sagt Logermann.

Für die Mannschaft sei ein neues Gesicht an der Seitenlinie womöglich auch ganz heilsam, wie der Übungsleiter mutmaßt. „So etwas kann durchaus mal frischen Wind in das Team bringen.“

Ihm sei die Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern, nicht leichtgefallen. „Der SVD ist mir im Lauf der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Der Verein hat mir den Weg in die jetzige Trainerlaufbahn geebnet, dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe mich immer wohl dort gefühlt“, sagt der scheidende Trainer. „Es ist natürlich eine unglückliche Situation, dass ich meinen Jungs nicht persönlich Bescheid geben konnte. Das lief alles über Whatsapp.“

Wann überhaupt wieder Fußball gespielt werden kann, ist längst nicht ausgemacht. Wenn es aber soweit ist, werde er alles daransetzen, die Saison mit dem SVD „so gut es geht zu Ende zu bringen“.

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