Reiten: Turnier in Oelde
Auftakt verbreitet Zuversicht

Kreis Warendorf -

Die starke Konkurrenz aus ganz Westfalen und Niedersachsen sorgte dafür, dass sich die Profis aus dem Kreisgebiet beim Turnier in Oelde ordentlich anstrengen mussten, um bei der Schleifenvergabe ein Wörtchen mitzureden. Die Gastgeber feierten bei ihrem Turnier gleich zwei Premieren.

Dienstag, 06.04.2021, 18:13 Uhr aktualisiert: 06.04.2021, 18:20 Uhr
Mit Colydor sicherte sich René Sontag mal wieder eine Prüfung der Klasse L und zeigte, dass er jederzeit für einen Sieg infrage kommt.
Mit Colydor sicherte sich René Sontag mal wieder eine Prüfung der Klasse L und zeigte, dass er jederzeit für einen Sieg infrage kommt. Foto: Thomas Hartwig

Der Start der Reitsportsaison 2021 im Kreis Warendorf verlief in den vergangenen Wochen bedingt durch Wetterkapriolen, Corona und Herpes mehr als holprig. Zunächst fiel durch das Schneechaos das geplante Profi-Turnier des RV Geisterholz aus. Anfang März musste die Turnierwoche für Profis auf dem Hof Schulze Niehues nach dem ersten Tag wegen der Herpes-Endemie abgebrochen werden.

Doch das Osterwochenende bescherte nun dem RV Oelde und seinem Late-Entry-Springturnier für professionelle Reiter endlich Glück. Trotz einiger Wetterkapriolen am Ostermontag mit Schnee, Graupelschauern und starkem Wind sowie einem strengen Hygiene-Konzept verliefen die beiden Turniertage absolut störungsfrei und reibungslos.

Strenge Hygiene-Regeln

Dabei konnten die Oelder gleich zwei Premieren feiern. Denn erstmals wurde auf dem im vergangenen Jahr neu angelegten Außenplatz ein Turnier ausgetragen und erstmals richtete der Verein dabei ein Springen der schweren Klasse aus. Große Sorgfalt hatte er auf die Entwicklung und Einhaltung eines strengen Hygiene-Konzepts verwendet. Und zugelassen waren nur professionelle Reiter zugelassen, die jeweils nur eine Begleitperson mitbringen durften.

Wir sind dankbar, dass es überhaupt Möglichkeiten gibt, unsere Pferde zu starten.

Jan Wormstall

Das Prüfungsangebot am Samstag richtete sich in erster Linie an jüngere Pferde. Von den 3788 in 2020 angemeldeten Turnieren in Deutschland waren 1903 coronabedingt abgesagt worden. Verständlich also, dass Profi-Reiter auch weite Wege auf sich nahmen, um in Oelde ihre jungen Pferde an den Start zu bringen, wie Jan Wormstall aus Recke erzählte: „Für eine Springpferdeprüfung mal eben eine Strecke von gut 100 Kilometern zu fahren, wäre in normalen Zeiten kaum vorstellbar. Aber jetzt sind wir ganz dankbar, dass es überhaupt Möglichkeiten gibt, unsere Pferde zu starten.“

Die starke Konkurrenz aus ganz Westfalen und Niedersachsen sorgte dafür, dass sich die Profis aus dem Kreisgebiet ordentlich anstrengen mussten, um bei der Schleifenvergabe ein Wörtchen mitzureden.

Am besten gelang dies im Springen der Klasse L für jüngere Pferde René Sontag vom RV Geisterholz und dem für den RFV Vornholz startenden Alexander Rottmann . So sicherte sich Sontag mit dem siebenjährigen Westfalen Colydor die erste und Rottmann auf Ignatius FBH die zweite Abteilung. Im abschließenden M-Springen belegte Rottmann mit Climax hinter dem Sieger Steffen Bröckmann (Bönen) mit Cloé B den zweiten Platz. Auch der Montag begann zunächst mit einer Springpferdeprüfung der Klasse A für fünf- und sechsjährige Pferde. Hier gingen gleich die ersten drei Plätze an Reiter aus dem Kreisgebiet.

Hinter Sara Algotsson-Ostholt (Schweden/RFV Warendorf), die mit ihrer Stute Dinathia die Prüfung mit der Wertnote 8,5 gewann, belegten Vivien Schauren (RV Geisterholz) mit Darkness und Felix Flinzer (RFV Milte-Sassenberg) mit Paula de la Corsta RF gemeinsam mit der Wertnote 8,4 den zweiten Platz.

Zweiter Sieg von René Sontag

René Sontag sicherte sich in der ersten Abteilung des L-Springens mit Dádiva de Vida seinen zweiten Sieg beim Turnier in Oelde. Vivien Schauren gewann mit Carthaga die zweite Abteilung. Hubertus Große-Lümern (RFV Vornholz) durfte sich mit der Holsteiner Stute Ab geht’s genauso über einen zweiten Platz in der ersten Abteilung des M-Springens freuen wie Alexander Rottmann mit Amity FBH in der zweiten Abteilung.

Im abschließenden S-Springen spielte Nationenpreisreiter Felix Haßmann (Lienen) seine ganze Routine aus. Kein Wunder, hat der erst 35-Jährige in seiner Karriere doch bereits 681 Springen dieser Klasse gewonnen. So siegte er mit Fixit und wurde mit GSI Pit Perigueux auch noch Zweiter. Bester Teilnehmer aus dem Kreis Warendorf war Große-Lümern als Achter mit der Casall-Tochter Ab geht’s.

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