Fußball-Vorschau
Alle Bänder gerissen

Kreis Warendorf -

Als hätten Sassenbergs Fußballer auf Grund ihres mäßigen Starts nicht schon genug Sorgen: Jetzt fällt auch noch Stammtorwart Marvin Westing für lange Zeit aus. „Vielleicht sogar für den Rest der Saison“, befürchtet VfL-Trainer Daniel Strotmann vor dem Heimspiel gegen den SVE Heessen, das am Sonntag um 15 Uhr steigt.

Samstag, 26.09.2015, 07:09 Uhr

In diesem Jahr wird Marvin Westing das Tor des VfL Sassenberg nicht mehr hüten können.
In diesem Jahr wird Marvin Westing das Tor des VfL Sassenberg nicht mehr hüten können. Foto: René Penno

Westing war vor einer Woche beim Gastspiel in Lohauserholz zunächst umgeknickt, dann trat TuS-Akteur Hulboj beim Zurückgehen auch noch unbeabsichtigt auf den verunglückten linken Fuß. Die Folge: Westing zog sich den Riss aller Bänder zu – einschließlich des Syndesmosebandes.

Bis Dienstag blieb der Keeper, der im Oktober seinen 30. Geburtstag feiert, in Hamm im Krankenhaus, in das er in der kommenden Woche zurückkehrt. Dann wird er dort operiert. „Derzeit bewegt er sich per Rollstuhl oder Krücken fort, den linken Fuß darf er nicht belasten“, berichtet Strotmann. Fest steht, dass er mit dieser schweren Verletzung für mehrere Monate ausfällt und in diesem Jahr auf keinen Fall mehr spielen kann.

Der VfL-Coach hatte in der Vorsaison Westing und Julian Reher abwechselnd im Tor spielen lassen, in dieser Saison aber Westing zur Nummer eins gemacht. „Weil Julian aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren und spielen kann“, so Strotmann. Und genau das ist jetzt das Problem des Bezirksligisten. Am vergangenen Sonntag war Reher auch verhindert, nach Westings Verletzung musste Außenverteidiger David Sieweke zwischen die Pfosten.

„Wir haben Gerrit Strotmann aus der A-Jugend hochgezogen, er ist jetzt unser zweiter Torwart. Aber befriedigend ist die Situation natürlich nicht. Vielleicht läuft uns ja noch ein Torwart über den Weg, den wir verpflichten können. Aber große Hoffnungen hege ich da im Augenblick nicht“, gibt der VfL-Trainer zu.

Sportlich läuft es beim VfL wie in der Aufstiegssaison vor einem Jahr: Gute und schwache Leistungen wechseln sich ab, das Team liegt mit fünf Punkten am Rande der Abstiegszone. „Die Konstanz ist nach wie vor unser großes Problem, wir haben uns immer noch nicht freigeschwommen. Mit den fünf Zählern bin ich einigermaßen zufrieden, weil das Startprogramm nicht von Pappe war. Aber jetzt müssen wir in einem Kellerduell wie gegen Heessen unbedingt einen Dreier einfahren, zumal wir auch noch auf eigenem Platz spielen“, fordert Sassenbergs Übungsleiter.

Personell sieht es bei den Gastgebern ähnlich aus wie vor einer Woche. Routinier Armando Alla fehlt weiterhin, zudem ist Angreifer Mario Kiese privat verhindert. Seine Position in der Spitze könnte erneut Tobias Reiling einnehmen.

Der Gast aus Heessen ist nach erfolgreicher Relegation in die Bezirksliga zurückgekehrt, hat dort aber noch Anpassungsschwierigkeiten. Vor allem im Angriff, der erst siebten Tore markierten. Mit vier Zählern nimmt das Team von Trainer Marian Christel den drittletzten Rang ein. Auch die Heessener dürften alles daransetzen, um am Sonntag endlich ihren zweiten Saisonsieg einzufahren.

Ebenfalls auf eigenem Platz will der TuS Freckenhorst versuchen, seine Niederlagenserie zu beenden – und zwar gegen den TuS Lohauserholz. Die WSU hofft dagegen in Drensteinfurt auf den ersten Saisonsieg in der Bezirksliga.

Eine Klasse tiefer stehen die beiden hiesigen Teams vor lösbaren Aufgaben: Der SC Hoetmar empfängt den Nachbarn und Tabellenletzten aus Westkirchen, während der SC Füchtorf in Reckenfeld gastiert.

Frauen-Regionalligist Warendorfer SU will am Sonntag ab 13.30 Uhr den ersten Dreier im Heimspiel gegen Aufsteiger SpoHo Köln einfahren.

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