EM der Sitzvolleyballer
Rio, wir kommen!!!

Warendorf -

War das ein Krimi: Nach genau 120 Minuten verwandelten die deutschem Sitzvolleyballer ihren ersten Matchball zum 3:2 (18:25, 26:24, 23:25, 25:21, 15:13)-Sieg über Russland, der nicht nur den Einzug ins Finale der Europameisterschaft einbrachte, sondern auch das Ticket für die Paralympics, die nächstes Jahr in Rio de Janeiro stattfinden.

Dienstag, 06.10.2015, 17:10 Uhr

Duell am Netz: Deutschlands Alex Schiffler gewinnt diesen Zweikampf, sein Team das dramatische Halbfinalspiel gegen Russland mit 3:2.
Duell am Netz: Deutschlands Alex Schiffler gewinnt diesen Zweikampf, sein Team das dramatische Halbfinalspiel gegen Russland mit 3:2. Foto: Penno

Bundestrainer Rudi Sonnenbichler nahm die letzte Auszeit des dramatischen Spiels genau im richtigen Moment: Die Russen standen im fünften Satz bei einer 13:11-Führung kurz vor dem Sieg, als er sie stoppte. Die kurze Pause bekam den Deutschen deutlich besser, denn sie machten vier Punkte in Folge und bejubelten den Sieg über den Erzrivalen – und vor allem die Qualifikation für Rio . Im Finale trifft das deutsche Team übrigens am Mittwoch um 15.30 Uhr auf Weltmeister Bosnien /Herzegowina.

Die Gastgeber feierten nach dem Matchball mit ihren lautstarken Fans frenetisch den hart erkämpften Sieg, natürlich freute sich auch Sonnenbichler diebisch: „Die Gerechtigkeit hat manchmal doch eine Chance zu gewinnen“, sprach er die Unsportlichkeit der Russen an, die in der Vorrunde aus taktischen Gründen ein Match verschenkt hatten (wir berichteten). „Wir haben immer an uns geglaubt. Am Ende haben wir es halt gebogen“, ergänzte der Bayer.

Die Begegnung verlief erwartungsgemäß auf Augenhöhe, sieht man von der Anfangsphase ab. Die deutsche Mannschaft erwischte nämlich einen Fehlstart und lag mit 2:10 hinten. Die Konsequenz war ein glatt verlorener erster Satz, dem zwei spannende folgten: Den nächsten gewannen die Deutschen mit 26:24, den dritten die Russen mit 25:23. Deutschland glich per 25:21 zum 2:2 aus, lag im Tiebreak aber bereits mit 4:9 hinten. Doch mit ihrem unbändigen Siegeswillen drehten sie Hausherren den Spieß in der Endphase noch um.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3552866?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57552%2F4847141%2F4847144%2F
Autofahrerin übersieht anderen Wagen: vier Schwerverletzte
Unfall: Autofahrerin übersieht anderen Wagen: vier Schwerverletzte
Nachrichten-Ticker