Boxen: WM-Kampf der Global Boxing Council
Jäckel fordert Tissen heraus

Münster -

21 Abfuhren hat er sich eingeholt – Maiki Hundt war der Verzweiflung nahe. Eine Gegnerin für seinen Schützling Elina Tissen zu finden, gestaltete sich mehr als holprig. Unverschämt hohe Börsenforderungen waren unter anderem Schuld an dem Dilemma.

Dienstag, 16.07.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 12:34 Uhr
Heiß auf den WM-Kampf in der Hiltruper Stadthalle: Elina Tissen und ihr Trainer Maiki Hundt.
Heiß auf den WM-Kampf in der Hiltruper Stadthalle: Elina Tissen und ihr Trainer Maiki Hundt. Foto: René Penno

Und die Sorge kontaktierter Managements, der 16-fachen Weltmeisterin aus Warendorf nicht gewachsen zu sein. Dass es am Samstag in der Hiltruper Stadthalle nun doch zum WM-Kampf der Global Boxing Council (GBC) kommt, ist der Beherztheit des Germanen-Boxstalls aus Kiel geschuldet. Der schickt Kim Angelina Jäckel in den Ring – und hoffentlich nicht gleich auf die Bretter. Die 27-Jährige ist klare Außenseiterin, hat aber möglicherweise einen Vorteil: sie ist acht Zentimeter größer als Tissen . „Das gab es noch nie“, sagt Hundt.

Nicht die einzige Besonderheit. Herausforderin Jäckel bringt 65 Kilogramm auf die Waage, acht mehr als „Elin the Machine“ – das ist der Spitzname der 33-jährigen Tissen, die seit 2008 in 25 Kämpfen ungeschlagen ist. Beide Seiten einigten sich nach dem offiziellen „O.k.“ des Weltverbandes auf ein „Catchweight“ von 60 Kilogramm, obwohl der Titel in der Federgewichtsklasse bis 57 Kilogramm vergeben wird. Die eine muss sich also was drauffuttern, die andere abspecken. 600 Zuschauer werden erwartet. Bislang sind etwa 400 Karten verkauft. Der Hauptkampf ist für 22.30 Uhr vorgesehen.

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