Tennis: Regeländerungen in Westfalen
Die Tabelle lügt nicht mehr

Kreis Warendorf -

Spiel, Satz und Sieg! – Zugegeben, ein nicht ganz taufrischer Slogan. Mit Beginn der Sommer-Saison 2020 erfährt er allerdings eine Renaissance, wird aktueller denn je. Dafür sorgen Änderungen in den Durchführungsbestimmungen, die der Sportausschuss des Westfälischen Tennis-Verbands (WTV) erarbeitet und nun das erweiterte Präsidium beschlossen hat.

Dienstag, 23.07.2019, 23:14 Uhr aktualisiert: 30.07.2019, 11:38 Uhr
Absolute Konzentration: Durch die beschlossenen Änderungen ab der Tennis-Saison 2020 gewinnt jeder Ball an Bedeutung.
Absolute Konzentration: Durch die beschlossenen Änderungen ab der Tennis-Saison 2020 gewinnt jeder Ball an Bedeutung. Foto: dpa

Auch zur Freude von Robert Hampe . „Damit bin ich so einverstanden,“ gestand der Präsident des WTV nach der umgesetzten Regelreform. Bei der rückt die Tabelle mehr denn je in den Mittelpunkt. Sie lügt, ja täuscht künftig nicht mehr. Denn der direkte Vergleich bei Punktgleichheit gehört der Vergangenheit an. Nach den Punkten zählt das „Torverhältnis“ – also Sätze und Spiele, um die Platzierung zu ermitteln. Und auch Auf- oder Abstieg. Somit kommt es beim Ranking nicht mehr auf ein Spiel, sondern auf die Ergebnisse über den gesamten Saisonverlauf an. Jedes Spiel zählt also, gewinnt an Bedeutung. Was auch für die Doppel gelten wird. Großzügig abgeschenkte Doppel dürften dann der Vergangenheit angehören. Wohl auch für einzelne Matches „verstärkte“ Mannschaften.

Leidtragende könnten zunächst die Spielerinnen und Spieler sein, die auf der Mannschaftsliste hinter der Stammformation – also ab Position sieben (bei Sechser-Teams) oder fünf (bei Vierer-Mannschaften), geführt werden. Um hoch zu gewinnen, ist die bestmögliche Formation von Interesse. „Bis zum Ende aber werden die Spiele ernst genommen. Zudem zählt die komplette Saisonleistung. Dazu gehört auch die Aufwertung der Doppel“, kommentierte Barbara Niemeyer (Warendorf), Vorsitzende im Tennisbezirk Münsterland, diesen Teil der Neufassung.

Spielen in zwei Altersklassen möglich

Aktualisiert wird auch das Thema „Spielen in zwei Altersklassen“. Dabei darf künftig (maximal) in zwei verschiedenen Altersklassen gespielt werden. Das maximal in zwei verschiedenen Vereinen – wobei für einen von diesen zwingend eine Spielberechtigung vorliegen muss; für den anderen genügt die Gastrolle. Eine Begrenzung der Einsätze gibt es nicht. Voraussetzung ist aber, dass eben in zwei verschiedenen Altersklassen aufgeschlagen wird.

Also beispielsweise bei den Damen des einen, sowie bei den Damen 30 des anderen Clubs. Auch auf Verbandsebene ist das nun erlaubt und möglich. Lediglich die Bundesliga- und Regionalliga-Mannschaften sind ausgenommen. Wichtig jedoch: es kann an einem Kalendertag nur in einer Mannschaft gespielt werden. „Damit ist die Sachlage vereinfacht worden. Gleichzeitig können wir vor allen Dingen den kleineren Vereinen helfen“, ordnet Robert Hampe die Änderung ein. Persönlich hat sich der WTV-Chef schon damit angefreundet: „Ich werde es machen“. Er wird bei den Herren 60 seines Heimatvereins Ruderclub Hamm, aber auch bei den Herren 70 des HTC Hamm auf dem Court stehen.

Dritter Satz nur noch bei Damen und Herren

Überdacht wurde auch erneut das Thema Tiebreak. Mit dem kommenden Jahr spielen nur noch die Damen und Herren bei Gleichstand einen erforderlichen dritten Satz aus. Sämtliche Altersklassen, dann auch die Damen und Herren 30, ermitteln die Entscheidung in einem dritten Durchgang per Match-Tiebreak. Ins Auge gefasst haben die WTV-Gremien darüber hinaus, in der Altersklasse 65 bei den Damen sowie bei den Herren von AK 65, 75 und 80 reine Doppel-Wettspiele anzubieten. Auch für die gilt dann weiterhin: Spiel, Satz und Sieg.

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