Fußball-Kreisliga A: Interview
SC Hoetmar nach 0:8-Pleite am Tiefpunkt angekommen

Hoetmar -

Mit sieben Punkten nach sechs Spielen war A-Ligist SC Hoetmar vor Kurzem im Soll. Doch es folgten fünf derbe Pleiten mit 28 Gegentoren. Diese Negativserie gipfelte in einem 0:8-Desaster auf eigenem Platz gegen den TSV Handorf. Trainer Daniel Averbeck hat aber noch Hoffnung, wie er im Interview sagt.

Dienstag, 05.11.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 17:35 Uhr
Daniel Averbeck (l.), hier mit seinem Trainerkollegen Slawa Bodnar, gibt sich auch nach der jüngsten Negativserie seines SC Hoetmar kämpferisch und will zu alter Stärke zurückfinden. Bild: Brandt
Daniel Averbeck (l.), hier mit seinem Trainerkollegen Slawa Bodnar, gibt sich auch nach der jüngsten Negativserie seines SC Hoetmar kämpferisch und will zu alter Stärke zurückfinden. Foto: Simon Brandt

Mit sieben Punkten nach sechs Spielen war A-Ligist SC Hoetmar vor Kurzem sogar noch im Soll. Doch es folgten fünf derbe Pleiten am Stück mit insgesamt 28 Gegentoren. Diese Negativserie gipfelte am vergangenen Wochenende in einem 0:8-Desaster auf eigenem Platz gegen den TSV Handorf. In der Tabelle liegen die Hoetmarer nur noch vor dem SC DJK Everswinkel. Grund genug, mit Daniel Averbeck , der zusammen mit Slawa Bodnar als Trainergespann verantwortlich ist, über die Situation am Wiebusch zu sprechen.

Was ist los beim SC Hoetmar?

Daniel Averbeck: Wo soll ich da anfangen? Wir haben zum Beispiel große Personalprobleme, es sind uns bis zu 15 Spieler ausgefallen. Darunter auch ganz wichtige Leute wie Maik Eggelnpöhler, Stephan Osthues , Nikita Bassauer, Maximilian Surmann oder Jonas Wiesner. Gegen Handorf musste sogar der Trainer der zweiten Mannschaft aushelfen.

Also ist alles auf das Personal zurückzuführen?

Averbeck: Das nicht, denn wir bekommen ja trotzdem noch eine gute Mannschaft auf den Platz. Aber es kommt viel zusammen. Da das Flutlicht auf dem Kunstrasenplatz lange nicht installiert war, konnten wir auch nicht zu Hause trainieren.

Wo denn dann? Oder wurde gar nicht trainiert?

Averbeck: Westfalia Vorhelm mit unserem früheren Trainer Dennis Averhage hat uns den Platz zur Verfügung gestellt. Dafür noch mal ein großes Dankeschön an den Verein.

Das 0:8 gegen Handorf war der bisherige Tiefpunkt, oder?

Averbeck: Ja. Das war schon eine blutleere Vorstellung von uns. Beim Stand von 0:2 haben wir einen Elfmeter verschossen und postwendend noch zwei Tore reinbekommen. Da gingen die Köpfe dann nach unten. Trotzdem darf man nicht so eine Klatsche bekommen. Das Aufbäumen blieb aus.

Nach sechs Spielen war noch alles in Ordnung.

Averbec: Zumal die dicken Brocken Münster 08, Sassenberg und Kinderhaus II damit weg waren. Da waren wir noch zufrieden.

Danach gab es 28 Gegentore in fünf Spielen.

Averbeck: Das ist unser Manko. Wir bekommen zu viele Gegentore nach Standards, auch nach zweiten Bällen. Zudem bekommen wir oft früh einen rein und müssen hinterherlaufen. Das ist schwer für eine Mannschaft, die nicht vor Selbstvertrauen strotzt.

Wie wollen Sie aus der Situation herausfinden?

Averbeck: Das geht nur gemeinsam. Zähne zusammenbeißen, Kopf unter den Arm und über das Team kommen. Eben das, was uns in den vergangenen Jahren immer stark gemacht hat.

Ist es denn in Sicht, dass Spieler nach ihren Verletzungen zurückehren?

Averbeck: Am Sonntag haben wir wieder einen etwas größeren Kader. Stephan Osthues ist auf jeden Fall dabei und wir hoffen noch auf den ein oder anderen Spieler. Bei Wiesner und Eggelnpöhler dürfte es nicht mehr ganz so lange dauern.

Ausgerechnet am Sonntag steht das Derby in Everswinkel an, das nun auch das Duell Letzter gegen Vorletzter ist.

Averbeck: Das Spiel kommt genau zur richtigen Zeit. Nach so einer Abreibung werden wir mit Wut im Bauch in das Derby gehen und wollen da Wiedergutmachung betreiben.

Das Spiel ist äußerst wichtig. Wie lautet das Ziel?

Averbeck: In Everswinkel zählt nichts anderes als ein Sieg.

Wie soll das nach den vergangenen Partien gehen?

Averbeck: Mit Kampf und Leidenschaft. Wir müssen das nötige Quäntchen Glück erzwingen. Wichtig ist auch, dass wir nicht früh in Rückstand geraten.

Ist denn überhaupt noch Ruhe im Verein?

Averbeck: Ja absolut, im Verein und in der Mannschaft. Jeder weiß um die Situation. Wir als Trainer genießen den vollen Rückhalt des Vereins. Da gibt es keine hausgemachten Probleme.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7042745?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57552%2F
Billerbecks Klage abgewiesen: Bahn muss Brücke nicht sanieren
Die Brücke in der Billerbecker Bauerschaft Bockelsdorf will keiner haben. Sie ist dringend sanierungsbedürftig.
Nachrichten-Ticker