Kontroverse um Sportlerehrung der Stadt Warendorf
„Müssen die Auszeichnung rar halten“

Warendorf -

Rund um die Sportlerehrung der Stadt Warendorf gab es Verdruss, weil der Sportausschuss zwei Vorschläge für die Verleihung der Sportlerplakette abgelehnt hat. Die Vereine plädieren für eine Lockerung der Richtlinien. Ausschussvorsitzender Hermann-Josef Vinke hält dagegen.

Montag, 20.01.2020, 17:34 Uhr aktualisiert: 22.01.2020, 16:17 Uhr
Die Verleihung der Sportplaketten, wie hier im Jahr 2013 durch den damaligen Bürgermeister Jochen Walter an Dietmar Fedde von den Warendorfer Rollstuhlbasketballern, gehören zur Sportlerehrung. Lediglich in diesem Jahr wurde Ehrenamtler ausgezeichnet.
Die Verleihung der Sportplaketten, wie hier im Jahr 2013 durch den damaligen Bürgermeister Jochen Walter an Dietmar Fedde von den Warendorfer Rollstuhlbasketballern, gehören zur Sportlerehrung. Lediglich in diesem Jahr wurde Ehrenamtler ausgezeichnet. Foto: Gabi Wild

Dass bei der Sportlerehrung der Stadt Warendorf in der vergangenen Woche keine Ehrenamtler ausgezeichnet wurden, ist Fakt. Zwei Vorschläge gingen seitens der Vereine aber doch ein, auch wenn das am Abend der Veranstaltung nicht klar war und auch das Gegenteil behauptet wurde.

Wie auch immer, die zwei Vorschläge wurden vom „kleinen Sportausschuss“, dem aus jeder der fünf Ratsparteien eine Person angehört, im Vorfeld abgelehnt. „Nach unserer Auffassung wurden die Voraussetzungen in diesem Jahr nicht erfüllt“, sagt Hermann-Josef Vinke , der sowohl dem interfraktionellen Ausschuss angehört als auch Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Warendorf ist. „Natürlich ist diese Meinung auch subjektiv.“

Vereine wollen Richtlinien lockern

Allerdings verteidigt Vinke die recht strengen Richtlinien. „Ich halte es für falsch, die Voraussetzungen auf Biegen und Brechen nach unten zu schrauben“, macht der CDU-Ratsherr deutlich. „Wir müssen so eine Auszeichnung rar halten, sonst ist sie am Ende wertlos. Es ist in den vielen Jahren immer wieder vorgekommen, dass wir Vorschläge nicht berücksichtigt haben.“

Die Vereine plädieren nun dafür, die Richtlinien etwas zu lockern. Dort wird unter anderem 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit gefordert. Das muss laut den Bestimmungen nicht unbedingt eine Vorstandstätigkeit sein. Immerhin ist Bewegung in die Sache gekommen. „Wir werden uns in der nächsten Sportauschuss-Sitzung auch darüber unterhalten“, verspricht Vinke den Beteiligten.

Nur wenige Vereine machen Anträge

Der Sportauschuss-Vorsitzende glaubt, dass es einige Personen gibt, die geehrt werden können, wundert sich aber auch, dass nicht mehr Vorschläge kommen. „Wir haben über 30 Vereine in der Sportförderung, mehr als acht oder neun davon haben aber noch nie einen Antrag gestellt“, redet Vinke Klartext.

Natürlich sind damit nicht die fünf großen Vereine – Warendorfer SU, DJK Milte, TuS Freckenhorst, SC Hoetmar und SC Müssingen – gemeint. Vielleicht gibt es ja auch in den Clubs mit weniger Mitgliedern den ein oder anderen, der einer Sportplakette würdig ist.

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