Handball: Damen-Bezirksliga
Thomas Steinhoff vom SC Everswinkel: „Man muss alles mitnehmen“

Everswinkel -

Gleich fünf Handball-Teams können sich zur Mitte der Saison noch Hoffnungen auf den Meistertitel in der Damen-Bezirksliga machen. Eine solch ungewöhnliche Situation habe er noch nie erlebt, sagt Everswinkels Coach Thomas Steinhoff im WN-Interview.

Mittwoch, 29.01.2020, 17:10 Uhr
Auch ihn beeindruckt der Fünfkampf an der Spitze der Handball-Bezirksliga: Everswinkels Coach Thomas Steinhoff.
Auch ihn beeindruckt der Fünfkampf an der Spitze der Handball-Bezirksliga: Everswinkels Coach Thomas Steinhoff. Foto: Brandt

Die Konstellation ist wohl einmalig: Vier Mannschaften rangieren punktgleich an der Spitze der Handball-Bezirksliga. Neben SW Havixbeck , dem 1. HC Ibbenbüren und Arminia Ochtrup gehört auch der SC DJK Everswinkel dazu. Nur ein Zähler dahinter folgt die Warendorfer SU. Grund genug, um mit dem 53-jährigen SC-Trainer Thomas Steinhoff , der in Dolberg zu Hause ist, über diese spezielle Situation zu sprechen.

 

Haben sie so eine Situation an der Tabellenspitze schon einmal erlebt?

 

Thomas Steinhoff: In den 37 Jahren, 25 als Spieler und zwölf als Trainer, habe ich es noch nie erlebt, dass gleich fünf Mannschaften gleichauf sind. Alle fünf haben auch das Zeug aufzusteigen, da ist keiner dabei, der nicht gut genug für Platz eins oder zwei ist.

 

Gibt es ein Team, das vielleicht etwas besser als die anderen ist?

 

Steinhoff: Havixbeck ist schon ziemlich stark. Auch Ochtrup ist gut. Das sind gestandene Mannschaften.

 

Also sind Everswinkel, Ibbenbüren und die WSU die Außenseiter im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze?

 

Steinhoff: Naja, zumindest befinden wir uns nicht in der Situation, unbedingt aufsteigen zu müssen oder zu wollen. Wir hatten einen Umbruch mit vielen jungen Spielern eingeleitet. Zehn Spieler sind zwischen 18 und 20 Jahre alt. Ich hatte nicht erwartet, dass es schon in dieser Saison so gut läuft.

 

Also will der SC DJK gar nicht aufsteigen?

 

Steinhoff: Man muss alles mitnehmen, einen Aufstieg sowieso. Da sagt kein Sportler nein. Wir hatten Platz drei bis fünf als Ziel und das bleibt auch so. Wenn es mehr wird, freuen wir uns.

 

Hat ihre Mannschaft gegenüber den Konkurrenten irgendeinen Vorteil?

 

Steinhoff: Wir haben einen guten und breiten Kader. Ausfälle können wir zumindest teilweise kompensieren. Von der Breite her sind wir sicher von den fünf Teams am besten aufgestellt.

 

Und wenn Everswinkel in der kommenden Saison in der Landesliga spielt?

 

Steinhoff: Es ist schon ein meilenweiter Unterschied zwischen den Ligen. Die Spieler können in der Bezirksliga sicher besser weiter wachsen. In der Landesliga fällt es wesentlich schwerer, jedem seine Spielanteile zu geben. Ich habe keine Bange davor, nur etwas gemischte Gefühle. Ich glaube schon, dass wir auch in der höheren Liga bestehen könnten.

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