Fußball: Kreisliga A1
VfL-Rückkehrer Vogelsang avanciert zum Matchwinner

Warendorf/Sassenberg -

Im Mannschaftssport ist eine gewisse Vorsicht geboten, wenn es darum geht, einen einzelnen Akteur aus dem Kollektiv hervorzuheben. Und doch kommt man bei der Nachbetrachtung des Fußballderbys zwischen der Warendorfer SU und dem VfL Sassenberg nicht um Johannes Vogelsang herum. Der Angreifer hatte entscheidenden Anteil daran, dass die drei Punkte von der Ems an die Hessel wanderten.

Montag, 02.03.2020, 18:32 Uhr
Rückkehrer Johannes Vogelsang (links, VfL) holte im Derby gegen Warendorf einen Elfmeter heraus und erzielte zwei weitere Treffer selbst. Auch Nils Sechelmann (rechts, WSU) konnte das nicht verhindern.
Rückkehrer Johannes Vogelsang (links, VfL) holte im Derby gegen Warendorf einen Elfmeter heraus und erzielte zwei weitere Treffer selbst. Auch Nils Sechelmann (rechts, WSU) konnte das nicht verhindern. Foto: Brandt

Unmittelbar nach Wiederanpfiff holte er beim Stand von 0:0 einen Strafstoß heraus, als er in eigentlich ungefährlicher Situation gehalten wurde. Die Gäste nahmen das Angebot dankend an, gingen durch Nick Ostlinning in Führung und stellten die Weichen auf Auswärtssieg. Perfekt bedient von Jan Kassel und Tobias Brand machte Vogelsang persönlich mit zwei Toren zum 0:3 den Deckel drauf.

„Das war klasse, ein schöner Tag“, gibt der Doppelpacker gegenüber der „Glocke“ zu Protokoll. Um ein Haar hätte er seine Leistung noch mit einem Fallrückziehertor gekrönt, doch der Ball strich knapp vorbei. „Man kann nicht alles haben“, sagte er bescheiden. Welchen Wert er für die Mannschaft immer noch haben kann, unterstrich der 33-Jährige nicht nur durch seine zwei Tore, sondern auch dadurch, dass er nach einer gewissen Eingewöhnungszeit viel ackerte, Bälle festmachte und Räume für seine Mitspieler eröffnete. „Johannes spielt unkonventionell. Er macht Sachen, mit denen man nicht rechnet, und ist dadurch gefährlich. Wenn er spielt, macht er sein Tor“, lobt sein Trainer, Weggefährte und Kumpel Marvin Westing.

Ein Erlebnis – trotz aller Routine

Bei aller Routine, die sich nach 15 Jahren im Seniorenfußball eben einstellt, ist für Vogelsang ein Erlebnis wie im Derby etwas ganz Besonderes. Zumal er nach der Saison aufhören wird und in der jüngeren Vergangenheit nicht unbedingt vom Glück verfolgt war. Eineinhalb bis zwei Jahre war er aufgrund einer hartnäckigen Knieverletzung komplett raus. „Ich wollte vernünftig aufhören, und wir haben eine gute Truppe“, erklärt Vogelsang. Also nahm er die Vorbereitung auf die aktuelle Saison auf. Nach den ersten Partien trat jedoch eine neue Knieverletzung auf. Vogelsang kurierte sie aus, zog die Wintervorbereitung voll durch und will es noch einmal wissen. Denn die Tore gegen die WSU sollen nicht die letzten gewesen sein. Schließlich möchte Vogelsang mit seinem VfL um den zweiten Platz in der Kreisliga A mitspielen und den Druck auf Gelmer hochhalten.

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