Handball: Bezirksliga
Kompletter Systemabsturz: WSU unterliegt Ochtrup

Warendorf -

Den Lieblingsgegner gibt es nicht mehr. Fünfmal in Folge hatten die Handballer der Warendorfer SU den Bezirksliga-Rivalen Arminia Ochtrup bezwungen. Sonntagabend ist diese Serie zu Ende gegangen. Die Emsstädter verloren das Spitzenspiel in eigener Halle mit 29:34 (10:17) und verabschiedeten sich vorläufig aus der Spitzengruppe.

Montag, 02.03.2020, 18:32 Uhr
Die Handballer der Warendorfer SU, hier mit Marius Hippler, zogen am Sonntagabend im Spitzenspiel gegen den SC Arminia Ochtrup mit 29:34 den Kürzeren.
Die Handballer der Warendorfer SU, hier mit Marius Hippler, zogen am Sonntagabend im Spitzenspiel gegen den SC Arminia Ochtrup mit 29:34 den Kürzeren. Foto: Brandt

„Ich sehe mich darin bestätigt, was ich vorher gesagt habe. Ochtrup war deshalb unser Lieblingsgegner, weil wir fünfmal sehr gute Leistungen gebracht haben. Dieses Mal aber nicht“, sagte Trainer Stefan Hamsen . Der letzte Teil der Feststellung bezieht sich vor allem auf die erste Halbzeit.

Hamsen sprach in dem Zusammenhang von einem „Systemabsturz“. Fehlende Einstellung wollte er seinen Schützlingen keinesfalls ankreiden. Vielmehr hätten ihnen in der Offensive die Lösungen gefehlt. Die Abstinenz von Kevin Wiedeler machte sich bemerkbar. „Wir haben keinen Druck zum Tor entwickelt, sondern uns in Einzelaktionen aufgerieben. Aus dem Rückraum fehlte es an Überzeugung“, analysierte Hamsen.

Schon nach zehn Minuten hatte sich der Übungsleiter beim Stand von 2:5 zu einer Auszeit gezwungen gesehen. Besserung stellte sich aber nur kurze Zeit ein. Zur Pause wies die elektronische Anzeigetafel einen Sieben-Tore-Rückstand aus.

„Das ist schon ein Brett“, stellte Hamsen fest. Positiv vermerkte er, dass seine Schützlinge nicht aufgesteckt hatten. Zweimal kamen sie auf vier Tore heran (16:20, 20:24). „Da habe ich gedacht, dass sich vielleicht eine Dynamik entwickelt und der Funke auf das Publikum überspringt. Aber in den Momenten haben wir immer ein dummes Gegentor bekommen“, schilderte Hamsen, der neidlos anerkennen musste, dass Ochtrup zumindest bei diesem Aufeinandertreffen auf alles die richtigen Antworten zu haben schien.

WSU:Hartmann – Weber (8), Nitsche (5), Baggeroer (4), Grothues (4), Schwaer (3), Linnebank (2), M. Hippler (1), C. Hippler (1), Nettelnstroth (1), Gerhardts.

WSU:
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