DJK Olympia Drensteinfurt bringt Bewegungsnewsletter heraus
Der Vorturner kommt nun übers Netz nach Hause

Drensteinfurt -

Not macht erfinderisch. Bei der DJK Olympia Drensteinfurt haben sie sich das Sprichwort zu Herzen genommen und wollen trotz Corona weiter für ihre Mitglieder da sein. Weil das in den zahlreichen Kursen nicht mehr möglich ist, kommt der Vorturner nun übers Netz.

Freitag, 27.03.2020, 15:37 Uhr
Der Breitensportvorsitzende der DJK Olympia, Michael Vogels, zeigt im ersten Bewegungsnewsletter des Vereins Übungen, die jeder zu Hause machen kann. Hier zum Beispiel den „Superman“.
Der Breitensportvorsitzende der DJK Olympia, Michael Vogels, zeigt im ersten Bewegungsnewsletter des Vereins Übungen, die jeder zu Hause machen kann. Hier zum Beispiel den „Superman“. Foto: DJK Olympia Drensteinfurt

Der Verein hat einen ersten Bewegungsnewsletter erstellt. Der zweite ist bereits in Arbeit.

„Es ist eben eine dynamische Zeit“, sagt Gerhard Geske und meint damit die sich täglich ändernde Nachrichtenlage. Seitdem die weitreichenden Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft sind, sei es für viele aber eben auch eine sehr bewegungsarme Zeit. „Das hat mich mit einer gewissen Sorge erfüllt“, so der Vorsitzende der DJK Olympia Drensteinfurt.

Weil die Fitnesskurse ausfallen, musste eine neue Idee her

Die Leute in Bewegung zu bringen, ist schließlich sonst das Markenzeichen des Breitensportvereins. Der bietet eigentlich eine umfangreiche Palette an Fitness- und Gesundheitskursen für alle Altersklassen an. Seitdem die Hallen gesperrt sind, muss das aber flach fallen. Was also tun, um trotzdem in Kontakt und bei der Sache zu bleiben? „Die Idee mit dem Bewegungsnewsletter kam relativ schnell auf. Wir wollen die Mitglieder der DJK mit Übungen versorgen. Es soll eine Handreichung für zu Hause sein, um unter den gegebenen Parametern noch in Bewegung zu bleiben“, sagt Geske.

Kernteam von drei Leuten bringt den Newsletter an den Start

Mitstreiter musste er nicht lange suchen. „Lena Hoepfner, unsere Geschäftsführerin, war sofort Feuer und Flamme und ist nun federführend bei der Umsetzung“, berichtet Geske. Michael Vogels, der Vorsitzende der Breitensportabteilung, sei auch gleich mit an Bord gewesen, ebenso wie mit Stephan Abeln ein engagierter Übungsleiter. Weitere haben laut Geske bereits ihre Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert.

Denn bei einem Newsletter soll es nicht bleiben, wie der Vorsitzende berichtet. „Wir haben natürlich mit dem Thema Rücken angefangen, denn das ist das erste Pro­blem bei jedem, der in Regungslosigkeit verharrt.“ Als nächstes folgen Übungen für den Bereich Bauch-Beine-Po, und danach „geht es auch mal aufs Rad“, verrät Geske.

Übungsleiter und Mitglieder nehmen das Angebot dankend an

Die für den Newsletter notwendigen Fotos werden natürlich – so gehört es sich in diesen Zeiten – in Kleinstgruppen mit dem nötigen Abstand geschossen. Was noch an Themen beackert und wie regelmäßig die elektronische Post herausgegeben wird, hängt auch davon ab, wie lange die derzeitigen Einschränkungen bestehen bleiben. „Unsere Vorstellung war: Wir fangen erstmal an und sehen dann weiter“, so Geske.

Die erste Resonanz aus dem Verein jedenfalls macht Mut. „Unsere Übungsleiter verteilen das auf allen möglichen Kanälen weiter. Das zeigt, dass sie sich auch in dieser Pause um ihre Gruppen kümmern wollen. Die Rückmeldung aus den Kursen ist durchaus positiv“, sagt Gerhard Geske. „Ich finde auch, das Resultat kann sich sehen lassen.“

 

Wer sich davon selbst überzeugen möchte, findet den ersten und alle weiteren Newsletter auf der Homepage des Vereins unter www.djk-drensteinfurt.de.

 

Mitgliedsbeiträge werden gestundet

Nicht nur das zurzeit mangelnde Sportangebot treibt den Olympia-Vorsitzenden Gerhard Geske um. Auch wie er seine Mitglieder finanziell unterstützen kann, hat er sich überlegt. „Es ist klar, dass viele Vereinsmitglieder von Kurzarbeit betroffen sein werden. Da stellt sich natürlich die Frage: Wo spare ich als Erstes?“, so Geske. Ehe deswegen die Mitgliedschaft bei der DJK gekündigt wird, will er lieber die Einziehung der Beiträge aussetzen. Normalerweise sind die zwei Mal im Jahr fällig, ein Mal im April/Mai. „Davon sehen wir bis auf Weiteres ab“, sagt Geske. Weil für seinen Verein natürlich weiter Beiträge an den Landessportbund fällig werden, will er noch nicht komplett verzichten. „Aber da wir im Moment ja auch nicht unsere Leistung anbieten können, werden wir uns sicher in der zweiten Jahreshälfte Gedanken machen, wie der tatsächliche Beitrag dieses Jahr ausfallen soll.“

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