Handball
Warendorfer SU sagt „Ja“ zur Landesliga

Warendorf -

Die Würfel sind gefallen: Nach dem SC DJK Everswinkel hat auch die Warendorfer SU beschlossen, die Wildcard zu ziehen und fortan in der Handball-Landesliga zu spielen. Mit der Entscheidung hat sich der Sechste der abgebrochenen Bezirksliga-Saison jedoch länger Zeit gelassen.

Montag, 11.05.2020, 15:06 Uhr
Stefan Hamsen und die Warendorfer SU ziehen die Wildcard gen Landesliga.
Stefan Hamsen und die Warendorfer SU ziehen die Wildcard gen Landesliga. Foto: Brandt

„Ich wollte mit jedem Spieler sprechen. Der Vorgang hat etwas Zeit in Anspruch genommen“, erläutert Trainer Stefan Hamsen . Er selbst sei im Hinblick auf die Landesliga zunächst eher skeptisch gewesen, das erste Meinungsbild innerhalb der Mannschaft durchaus gespalten ausgefallen – jedoch bereits mit der Tendenz, den Aufstieg wahrzunehmen.

„Ein paar Dinge wie die Kaderstärke galt es zu bedenken. Bei so einer Entscheidung müssen alle mit im Boot sein und in dem Wissen, dass es eine bombenschwere Saison wird, voll dahinter stehen“, macht Hamsen deutlich.

Künftiges Niveau in der bisherigen Klasse wohl zu niedrig

Ihn selbst wie auch die anderen Bedenkenträger habe der Umstand überzeugt, dass das Niveau der Bezirksliga durch die zahlreichen Aufsteiger aus der Kreisliga wohl deutlich sinken wird. „Ohne respektlos zu sein, betrachte ich es für unsere Entwicklung als gefühlten Schritt zurück, wenn wir in der Bezirksliga blieben. Also haben wir uns für den Schritt nach vorn zu höherer Qualität entschieden“, erklärt Hamsen, der sich dabei allerdings nicht in dem Sinne als Aufsteiger fühlt.

Hamsen rechnet in der Landesliga mit Abstiegskampf

Er spricht vielmehr von einer „großangelegten Umstrukturierung“. Seiner Mannschaft traut Hamsen die Konkurrenzfähigkeit in der Landesliga zu, gibt sich aber keinen Illusionen hin, wenn er sagt: „Wir wissen, dass wir mithalten können, aber auch, dass es gegen den Abstieg gehen wird.“

Der schmale Kader, mit dem die WSU in die zur Übergangssaison deklarierte Serie gegangen ist, soll vor allem quantitativ verstärkt werden. Aus dem aktuellen Team werden Lennart Hartmann und Steffen Ahlke kürzertreten.

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