Handball: Damen-Verbandsliga
Der Blick geht nach oben: ASG möchte in zwei Jahren in die Oberliga

Ahlen -

Die Handballerinnen der Ahlener SG sind nicht in die Verbandsliga aufgestiegen, um sich dort mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu begnügen. Trainer Uwe Landau kündig zum Beginn der Vorbereitung gleich das nächste große Ziel an.

Donnerstag, 04.06.2020, 12:02 Uhr
Mit den Rückkehrerinnen Celina Tschiedel, Marie Deventer und Franziska Baer (vl.) will Trainer Uwe Landau
Mit den Rückkehrerinnen Celina Tschiedel, Marie Deventer und Franziska Baer (vl.) will Trainer Uwe Landau Foto: ASG

Fast zwölf Wochen nach ihrem letzten gemeinsamen Training haben sich die Handballerinnen der Ahlener SG erstmals wieder zum Übungsbetrieb getroffen. Obwohl noch unklar ist, wann die neue Saison überhaupt startet, bereitet sich die Mannschaft von Uwe Landau nach ihrem Aufstieg auf die bevorstehende Verbandsliga-Spielzeit vor.

Landau hat ehrgeiziges Ziel

Zweimal pro Woche bittet der ASG-Trainer seine Mädels vorerst in die Friedrich-Ebert-Halle, um entsprechend der coronabedingten Abstands- und Hygieneregeln zu trainieren. Fürs Erste geht es vorrangig darum, so etwas wie Normalität wiederherzustellen und konditionelle Grundlagen zu schaffen. „Es ist allemal besser, wenn wir gemeinsam als Mannschaft trainieren, als dass jeder für sich allein etwas tut“, sagt Landau.

Mit dem Aufstieg in die Verbandsliga verbunden sind auch gesteigerte sportliche Anforderungen. Das hält Uwe Landau nicht davon ab, auch die eigenen Erwartungen hoch anzusetzen.

„Ich habe keine Lust, darüber zu sprechen, dass wir nur den Klassenerhalt schaffen wollen. Ich möchte auch in der Verbandsliga im oberen Sektor mitmischen und unter die ersten Fünf kommen“, stellt er klar. Wer das für vermessen halte, verkenne das Leistungsvermögen, das noch in seinem Team stecke. „Ich hätte einen Nagel im Kopf, wenn ich dieses Potenzial nicht herauskitzeln wollte. In spätestens zwei Jahren sollten wir auch die Oberliga in Angriff nehmen. Wenn wir in Ahlen den Damen-Handball voranbringen möchten, dann muss das unser Ziel sein“, sagt der ASG-Trainer. Die Verbandsliga also dient nur als Zwischenetappe auf dem Weg zu einem noch größeren Ziel.

Folgt der dritte Streich?

Zweimal ist Landau bereits mit Frauen-Teams in die Oberliga aufgestiegen – 1995 mit dem TV Ennigerloh und 2007 mit HSE Hamm. Mit der ASG soll dies ein drittes Mal klappen. Dafür verstärkt sie sich zur neuen Serie mit Franziska Baer (TV Arnsberg), Celina Tschiedel und Marie Deventer, die zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses ein Jahr pausieren musste. Vor allem am Kreis hat die ASG damit eine große Baustelle aus der Vorsaison geschlossen. 18 Spielerinnen umfasst somit der Kader, sofern nicht noch Abgänge zu verzeichnen sind. Vor allem Laurine Colbatzky gilt als umworben. Sie zu halten, wäre enorm wichtig – angesichts der ehrgeizigen Ziele, die sich Uwe Landau und die Ahlener SG für die nahe Zukunft stecken.

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