Fußball: Kreisliga B2
Sahnetag für DJK RW Milte und ein ganz heißes Derby

Warendorf -

Ein ganz heißes Derby stand im Mittelpunkt des zweiten Spieltages in der Fußball-Kreisliga B2. Außerdem erwischte DJK RW Milte – auch ohne den etatmäßigen Trainer – einen Sahnetag.

Montag, 14.09.2020, 17:42 Uhr
Auf und davon: Die DJK RW Milte mit Tobias Ketteler (links) war am Sonntag eindeutig zu schnell für den SC Müssingen.
Auf und davon: Die DJK RW Milte mit Tobias Ketteler (links) war am Sonntag eindeutig zu schnell für den SC Müssingen. Foto: René Penno

Der 2. Spieltag in der Fußball-Kreisliga B 2 war geprägt von zwei Nachbarschaftsduellen.

DJK RW Milte – SC Müssingen 6:0 (2:0) „Das war ein sehr schöner Tag in Milte“, sagte RW-Trainer Volker Hoffmann , der den Sahne-Auftritt seines Teams im Duell gegen den heiß geliebten Nachbarn sogar verpasst hat. Er selbst war bei der Konfirmation seiner Tochter im Einsatz, also vertraten ihn seine Co-Trainer Nino Zimmermann und Dirk Strotbaum. „Gut, dass ich mich zu 100 Prozent auf sie verlassen kann“, sagte Hoffmann. Er selbst hätte es an der Linie kaum besser machen können – wobei Miltes Trainer gar nicht oft eingreifen mussten. „Über verdient oder nicht muss man gar nicht erst reden“, sagte Hoffmann mit Blick auf das Ergebnis.

Stephan Jürgensmeier machte mit dem 1:0 in der 29. Minute den Anfang. Noch vor der Pause legte Fabian Volmer nach. Im zweiten Durchgang spielten sich die Hausherren in einen Rausch: Matthias Steinhoff (55.), Maximilian Vosskötter (65.), Michael Ketteler per Elfmeter (70.) und schließlich Daniel Früchte (80.) schossen den komplett unterlegenen SC ab. „Wenn man dann noch bedenkt, wie wir personell gerade aufgestellt sind, ist der Sieg noch höher einzustufen“, lobte Hoffmann. Zwölf Akteure fehlten. Die Situation war so akut, dass Daniel Frank – im Normalfall ein Torhüter – als Angreifer eingewechselt wurde. Mit zwei Siegen steht RW Milte nun auf Platz eins. „Aber wir bauen hier keine Luftschlösser. Das ist nur eine Momentaufnahme“, betonte Trainer Hoffmann.

TSV Ostenfelde – GW Westkirchen 0:0 Es klingt immer etwas unglaubwürdig, wenn nach einem torlosen Spiel von einem 0:0 der besseren Sorte gesprochen wird. In diesem Fall trifft diese Beschreibung jedoch zu – da waren sich auch die zwei Trainer Besnik Bojku und Helmut Urban einig. „Das war richtige Derby-Atmosphäre, da war Feuer drin“, so Ostenfeldes Bojku. Und Westkirchens Urban schwärmte: „Solche Derbys gibt es nicht mehr so häufig, ich freue mich jetzt schon auf das Rückspiel.“ Tempo, Chancen, rassige Zweikämpfe, Fouls, jeweils eine Ampelkarte auf beiden Seiten – dieses Duell bot auch ohne Tore beste Unterhaltung.

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