Aus zwei mach eins
Ralf Speer geht – Andrea Balderi bleibt Borussia-Trainer

Münster -

Aus und vorbei. Die Doppelspitze wird zur „One-Man-Show“ bei Borussia Münster. Auf der Trainerbank des Fußball-Bezirksligisten sitzt ab sofort nur noch Andrea Balderi, weil Ralf Speer seinen Dienst quittiert hat. Zwar freiwillig, aber nicht grundlos.

Dienstag, 17.01.2012, 14:01 Uhr

Aus zwei mach eins : Ralf Speer geht – Andrea Balderi bleibt Borussia-Trainer
Neun Jahre machten sie gemeinsame Sache als Trainer, aber Borussia Münsters Doppelspitze Ralf Speer/Andrea Balderi (r.) hat sich jetzt getrennt. Foto: Henryk Walkowski

Der Reihe nach: Der Verein hat zu Beginn der Winterpause dem Trainergespann das Angebot unterbreitet, auch in der Saison 2012/13 mit Balderi und Speer zusammenzuarbeiten. In einem Gespräch zwischen beiden Trainern hat Andrea Balderi den Wunsch geäußert, bis zum Ende der laufenden Saison gemeinsam mit Ralf Speer die Mannschaft zu führen und danach die alleinige Verantwortung zu übernehmen. Speer hat aufgrund dieses Wunsches keine Grundlage mehr für eine weitere Zusammenarbeit gesehen und seinen sofortigen Rückzug vom Traineramt erklärt.

Nachdem Borussias Fußballausschuss von dieser Entwicklung erfahren hatte, stand er vor der Wahl eines vollständigen personellen Neuanfangs oder der Unterstützung von Balderis Vorstellungen. Er entschied sich für letzteres und dankte Speer für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit.

„Bei mir schwingt schon eine persönliche Enttäuschung mit“, möchte Ralf Speer mit seinen Gefühlen nicht hinterm Berg halten. „Immerhin habe ich neun Jahre gemeinsam mit Andrea gut zusammengearbeitet.“ Die ersten drei Jahre bezieht sich das auf die Jugend von Borussia, die übrigen sechs auf die erste Mannschaft. Dazwischen lag ein Jahr, das Speer als Co-Trainer von Bernd Rathmann bei der Borussia und Balderi als Coach der Preußen-Reserve sah. „Ich werde mir jetzt eine Auszeit nehmen, mich um meine Familie kümmern und in Ruhe die Entwicklung abwarten“, sagt der 50-Jährige.

„Ich finde es traurig, dass unsere Zusammenarbeit so schnell endet. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber ich möchte mich in der kommenden Saison neu beweisen und den Trainerjob alleine bewältigen.“ Balderi (42) hofft, dass Speer der Borussia treu bleibt.

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