Freitag Anhörung vor dem DFB Kontrollausschuss
SF Lotte: Morgen Anhörung durch DFB Kontrollausschuss/ Vorwurf rassistischer Beleidigung steht im Raum

Lotte -

Es geht um massive Vorwürfe: Spieler von SF Lotte sollen dunkelhäutige Akteure von Eintracht Trier während des Spitzenspiels der Regionalliga am 10. Dezember rassistisch beleidigt haben. Die Sportfreunde bestreiten das vehement und verweisen darauf, dass Stürmer Martin Hess 45 Minuten nach Abpfiff geschlagen worden sein soll. Am Freitag findet vor dem Kontrollausschuss des DFB in Frankfurt eine Anhörung beider Vereine statt.

Mittwoch, 11.01.2012, 13:01 Uhr

Sie haben sich rein gar nichts vorzuwerfen, dennoch dürften sie mit einem leicht mulmigen Gefühl morgen die Reise nach Frankfurt antreten. Vor dem Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes findet in der DFB-Zentrale eine Anhörung der Vertreter von Eintracht Trier und SF Lotte statt. Dabei geht es um die Vorkommnisse rund um das Spitzenspiel am 10. Dezember 2011, das Trier mit 3:2 gewonnen hat.

Gleich am nächsten Tag bereits haben die Sportfreunde den Kontrollausschuss angerufen. Der Eintracht-Spieler Jeremy Karikari soll nach Zeugenaussagen Lottes Angreifer Martin Hess 45 Minuten nach dem Abpfiff aufgelauert und geschlagen haben. Diese Attacke hatte seinerzeit auch die Polizei aufgenommen. „Dafür gibt es Zeugen, die das gesehen haben und bestätigen werden“, versichert SFL-Fußballobmann Manfred Wilke. „Die haben wir benannt, und die werden in Frankfurt aussagen.“

Eintracht Trier bestreitet diese Vorwürfe und hat stattdessen massive Giftpfeile gegen die Lotter Spieler Christian Schlösser und Martin Hess abgefeuert. Beide sollen die dunkelhäutigen Jeremy Karikari und Marc Gouiffe à Goufan während der Partie rassistisch beleidigt haben. „Das ist definitiv nicht wahr. Das stimmt nicht“, beteuern Hess und Schlösser ihre Unschuld. Dennoch hat auch Eintracht Trier den DFB-Kontrollausschuss informiert.

Insgesamt sind ein Dutzend Zeugen und Beschuldigte geladen. Dazu gehört auch FIFA-Schiedsrichter Markus Weiner, der die Partie seinerzeit geleitet hat. Es handelt sich morgen um eine reine Anhörung. Der Kontrollausschuss wird alle Zeugenaussagen auswerten und dann beraten, wie es weiter geht. Ob Anklage erhoben, weiter ermittelt oder das Verfahren eingestellt wird, entscheidet sich früh­estens Mitte nächster Woche.

Die Sportfreunde hegen keine Schuldgefühle und gehen davon aus, dass ihnen keine Konsequenzen drohen. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, stellt Lottes Trainer Maik Walpurgis klar. „Rassistische Beleidigungen hat von meinen Spielern ganz sicher niemand von sich gegeben.“

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