Günstig, aber nicht billig
RW Ahlen: Drei Neuzugänge beim Auftakt

Ahlen -

Da juckte es sogar Willi Pott in den Füßen. Den ehemaligen Kult-Zeugwart von RW Ahlen hielt es am Montagabend nicht auf seinem Sofa daheim, er musste einfach raus, alte Freunde besuchen, wie er selbst gern sagt. Und wo findet er jene alten Freunde und einstigen Weggefährten? Genau – im Wersestadion. Dort bat Joachim Krug, Trainer und Manager in Personalunion beim NRW-Ligisten, zur ersten Trainingseinheit nach der Winterpause. Zusammen mit etwa 20 Kibitzen wollte Pott die zwei bis drei Neuzugänge unter die Lupe nehmen, die Krug im Vorfeld angekündigt hatte – und das trotz des finanziellen Engpasses. Die Zaungäste wurden nicht enttäuscht. Die Ex-Ahlener Maximilian Dahlhoff (SF Lotte) und Damir Kurtovic (MSV Duisburg 2) sowie Fabian Gombarek (BV 04 Düsseldorf) gehören ab sofort zum Kader des Fünftligisten.

Dienstag, 10.01.2012, 11:01 Uhr

Günstig, aber nicht billig : RW Ahlen: Drei Neuzugänge beim Auftakt
Die Ansprache von Co-Trainer Olaf Schüler fiel am Montag kurz aus. Bei der ersten Einheit ging es noch recht locker zu. Foto: Marc Kreisel

„Alle zusammen kosten uns weniger als ein Alexander Thamm“, sagt Joachim Krug mit einem Lächeln im Gesicht. Günstige, aber wohl kaum billige Lösungen, wie er schnell ergänzt. Er selbst sei davon überzeugt, dass alle drei neuen Gesichter seinem Team weiterhelfen werden.

Innenverteidiger Dahlhoff stand zuletzt beim Regionalligisten Sportfreunde Lotte unter Vertrag, absolvierte dort aufgrund einer Verletzung allerdings kein einziges Spiel. Abwehrspieler Kurtovic zog es nach seinem Abschied 2010 zunächst zu 1860 München 2, ehe er bei der Reserve des MSV Duisburg unterkam, aber ebenfalls in den vergangenen Monaten kaum Einsätze hatte. Mit Gombarek sicherte sich RW die Dienste eines talentierten offensiven Mittelfeldspielers, der in der Jugend für Fortuna Düsseldorf am Ball war. Zuletzt kickte er in der Landesliga beim Ballspielverein 04 Düsseldorf . Und alle haben eines gemeinsam: „Sie spielen für kleines Geld“, sagt Joachim Krug, um noch genauer zu werden: „Die kriegen zusammen weniger als 1000 Euro.“

Groß Kasse machen ist also nicht mehr in Ahlen. Nein, die Jungs spielen beinahe für lau und wollen sich möglicherweise für andere Clubs empfehlen. Oder, wie Krug es formuliert: „Bis auf das Geld finden die Spieler hier absolut professionelle Bedingungen vor. Das reizt den einen oder anderen dann schon, hier anzuheuern.“ Abwesend waren am Montag Marcos Brandao Bello (Urlaub), Toni Musto (beruflich verhindert) und Sebastian Stroemer (Schlüsselbeinbruch). Dafür drehte Oliver Glöden fleißig seine Runden. Eigentlich hatte sich der 2,03 Meter große Hüne bereits Richtung Hamm verabschiedet. „Ich werde Olli nicht drängen, aber eine Entscheidung muss bald her“, sagt Trainer Krug deutlich, der seinen „Riesen“ liebend gern behalten würde. Fortsetzung folgt in Kürze.

| RW Ahlen nimmt am Sonntag, 15. Januar, an einem Turnier von Suryoye Paderborn teil. Der andere Teil des Kaders wird ein Testspiel bei Arminia Hamm bestreiten (12 Uhr).

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