Ahlen: Zambo und Feldkötter schmeißen hin
Neuer Zoff im RW-Haus

Ahlen -

Die Geldschatulle ist leer, das Punktekonto kaum gefüllt, und jetzt droht neuer Zoff – und das gleich im Doppelpack: Udo Zambo, seit knapp einem Jahr ehrenamtlicher Geschäftsführer Fußball bei RW Ahlen, und Peter Feldkötter, Koordinator der Juniorenabteilung, wollen die Brocken zum 30. Juni hinschmeißen und dem Verein den Rücken kehren.

Montag, 26.03.2012, 16:03 Uhr

Ahlen: Zambo und Feldkötter schmeißen hin : Neuer Zoff im RW-Haus
Fühlen sich übergangen und wollen am 30. Juni das Kapitel RW Ahlen beenden: Udo Zambo (links) und Peter Feldkötter. Foto: Cedric Gebhardt

Beide fühlen sich vom Vorsitzenden Dirk Neuhaus und dem Sportlichen Leiter Joachim Krug schlichtweg übergangen. „Unsere Meinung zählt anscheinend nicht mehr“, erhebt Zambo schwere Vorwürfe, ist angefressen und fährt fort: „Ich ziehe die Reißleine, weil mir die Arbeit hier keinen Spaß mehr macht.“

Auslöser für Zambos Unmut ist eine richtungweisende Personalentscheidung, die am vergangenen Freitag vom Club bekannt gegeben wurde. „Mit Andree Kruphölter wird ein neuer A-Junioren-Trainer installiert, ohne das mit dem Jugendvorstand abzustimmen. So geht das nicht“, ist der ehemalige hauptamtliche Jugend-Geschäftsführer hochgradig erzürnt. „Es geht hier nicht um die Person Kruphölter“, wie Zambo eindringlich verdeutlicht. „Nein, ganz im Gegenteil. Ich kenne Andree lang genug und schätze ihn und seine Arbeit. Es geht einzig und allein um die Tatsache, dass an uns vorbei entschieden wird“, äußert der 49-Jährige gegenüber der „AZ“. Kurios, dass Kruphölter bei Zambo, Feldkötter und Koordinator Peter Ellefred ebenfalls heiß gehandelt wurde – allerdings als neuer Jugendleiter der Rot-Weißen. „Wir hatten vor gut vier Wochen ein gutes Gespräch“, verrät Zambo, um zu ergänzen: „Und die A-Junioren haben wir Svetislav Babic und Christian Steiner (aktuell die beiden B1-Junioren-Trainer, Anm. der Redaktion) angeboten.“

Wenig erfreut über die neuen Zwistigkeiten ist indes Trainer-Manager Joachim Krug, der deutliche Worte findet: „Udo Zambo sollte sich ein wenig zurückhalten. Es geht hier nicht um ihn, sondern um die Zukunft des Vereins. Wir sind bemüht, etwas auf die Beine zu stellen. Persönliche Befindlichkeiten müssen hinten angestellt werden.“ Der Fußball-Lehrer wehrt sich vor allem gegen den Vorwurf, dass der Jugendvorstand nicht involviert gewesen sei: „Udo Zambo war sehr wohl informiert.“

Allerdings, und das gibt Krug unumwunden zu, könnten bei einem Verein wie Rot-Weiß Ahlen , der in sich nicht richtig funktioniert, weil einfach zu wenig handelnde Personen aktiv sind, manche Informationen schon mal auf der Strecke bleiben. Und genervt erklärt er: „Erst müssen wir uns die Vorwürfe gefallen lassen, dass wochenlang nichts passiert, und dann handeln wir, und es ist wieder nicht richtig.“

RW ist damit um einen Nebenkriegsschauplatz (O-Ton Krug) reicher. Kein Wunder, dass Ahlens Trainer sich nichts sehnlicher wünscht, als dass endlich Ruhe einkehrt in seinen Laden. Und er findet versöhnliche Worte: „Udo Zambo, Peter Feldkötter und Peter Ellefred sind ganz wichtige Leute für unseren Verein. Es wäre schön, wenn sie das auch bleiben.“

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