Fußball-A-Liga: Gewonnen, aber SG ist immer noch Letzer
Cordes und die Knotenkunde

Gronau -

Sie sind noch lange nicht über den Berg. Da hilft auch der Sieg nichts, mit dem die SGler aus Gronau am vergangenen Wochenende Lünten wieder von der Spitze gestoßen hat. Was jetzt passieren muss, verrät Trainer Ralf Cordes.

Samstag, 31.03.2012, 09:03 Uhr

Fußball-A-Liga: Gewonnen, aber SG ist immer noch Letzer : Cordes und die Knotenkunde
Bloß nicht wieder hängenbleiben: Nachdem die SG Gronau am vergangenen Sonntag überraschend Lünten besiegte, soll in Ahaus gleich der nächste Sieg folgen. Denn die Schwarz-Weißen sind immer noch Letzter. Foto: aho

Auf eine Frage antwortet Ralf Cordes fast schon giftig. Die nach dem berühmten Knoten. Und ob selbiger denn nun endlich geplatzt sei. Schließlich hat seine Mannschaft am vergangenen Wochenende GW Lünten vom Thron der Kreisliga A gestoßen und endlich selbst wieder einen Sieg gelandet.

„Geplatzt ist gar nichts“, entgegnet Cordes deswegen energisch. „Da können wir drüber sprechen, wenn wir drei, vier Spiele am Stück gewonnen haben.“ Ralf Cordes ist vorsichtig geworden mit Prognosen, wirkt nachdenklicher. Zu frisch ist wohl auch das schmerzhafte 0:3 im Kellerduell gegen ­Gra­­es­ noch. Dafür braucht Cordes auch keinen Knoten im Taschentuch, der ihn daran erinnert.

Nein, für diese Leistungsschwankungen habe er auch keine Erklärung, meint der SG-Coach. „Aber vielleicht muss sich jeder einzelne Spieler einmal selbst überprüfen“, liefert er dann doch einen Ansatz. Ein Fingerzeig in Richtung Einstellung und Lebenswandel? „Zumindest sollte man erwarten, dass man an den Wochenenden für den Verein und die missliche Lage, in der er steckt, auch Opfer bringen kann.“

Bei der Reserve von Eintracht Ahaus ist die SG Gronau morgen ab 15 Uhr wieder gefordert. „An der Tabellensituation hat sich ja nicht viel verändert. Wir haben Lünten geschlagen, aber wir sind auch immer noch Letzter“, gibt Ralf Cordes zu bedenken und kann nur darauf hoffen, dass seine Schützlinge endlich eine gewisse Konstanz an den Tag legen.

„Diese Liga ist und bleibt sehr ausgeglichen. Ich bin davon überzeugt, dass wir jede Mannschaft schlagen können, wenn alle Spieler ihre Leistung abrufen.“ Deswegen sei die Stimmung nach dem Sieg gegen Lünten erleichtert, aber auch nicht überglücklich gewesen.

„Und gegen Graes befand sie sich nicht auf dem absoluten Tiefpunkt“, berichtet Cordes, wenngleich das die Tabellensituation vermuten ließe.

Nach wie vor fehlen wird in Ahaus Mariano Veld wegen Leistenbeschwerden. Mirsat Semo hat die Spielgemeinschaft mittlerweile aus familiären Gründen Richtung Köln verlassen. Ralf Cordes vertraut deswegen auf die Mannschaft, die dem ehemaligen Spitzenreiter ein Bein stellte. Zuviel experimentieren wollte er ja ohnehin nicht mehr. Jetzt haben diese elf Akteure die Möglichkeit zu beweisen, dass sie auch zwei Mal in Serie gewinnen können.

Das schaffte die SG in dieser Saison nämlich noch nie. Vielleicht platzt ja dann der Knoten...

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