Fußball-Kreisliga A: Lengerich in Steinbeck
Nadelstiche gegen die Preußen

Tecklenburger Land -

Mit argen Personalsorgen im Gepäck reist Cheruskia Laggenbeck am Sonntagnachmittag (Anstoß 15 Uhr) zum Nachbarschaftsduell der Kreisliga A bei Westfalia Westerkappeln. Gleich fünf potenzielle Stammkräfte werden zusehen müssen, wenn die Cherusker den Kontakt zur Tabellenspitze wahren wollen.

Freitag, 20.04.2012, 17:04 Uhr

Fußball-Kreisliga A: Lengerich in Steinbeck : Nadelstiche gegen die Preußen
Westfalia Westerkappeln, rechts Omer Mulaomerovic, muss gegen Laggenbeck punkten. SW Lienen, links Pascal Heemann, hat den TuS Recke zu Gast. Foto: Uwe Wolter

Alle weiteren sieben Begegnungen des 22. Spieltages werden ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

Westerkappeln -

Laggenbeck

In Laggenbeck beschreibt Trainer Heiko Becker die personelle Lage als „katastrophal.“ Mit den verletzten Dominik Hoppe, Dominik Filipiak, Daniel Hintze, Sebastian Tanner sowie dem gesperrten Manuel Beckstedde sind die Gäste vor allem im vorderen Bereich arg geschwächt. „Unsere ganze Kreativabteilung ist abhanden gekommen, wir müssen improvisieren und als Mannschaft auftreten“, weiß Becker noch nicht, welche Akteure er nominieren wird. Dennoch zählt für ihn auch in Westerkappeln nur ein Dreier. „Wenn wir noch oben angreifen wollen, dann müssen wir den April schadlos überstehen und gewinnen.“ Vor den Gastgebern hat er großen Respekt, Becker spricht von einer „wahnsinnig schwierigen Aufgabe“. Nach den Abgängen von Steffen Christopher und Patrick Buxhovi sei ein wenig Ruhe eingekehrt, „trotzdem kommen sie nicht so richtig vom Fleck“ (Becker). Der Gästetrainer hatte erwartet, dass sich die Westfalia in der Rückrunde aus dem Tabellenkeller befreien könne, das ist den Gastgebern aber nicht gelungen. Sollten vier Mannschaften den Weg in die Kreisliga B antreten müssen, hätte die Westfalia aktuell fünf Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. „Die werden mit aller Macht ihre letzte Chance nutzen wollen, das wird kein Zuckerschlecken“, so Becker weiter. Das Hinspiel entschied Laggenbeck nach einem packenden Fight mit 3:2 für sich. Westerkappeln verpasste es in den vergangenen Wochen entscheidend Boden gutzumachen, gegen Dickenberg verlor die Hollmann-Elf, gegen Lienen gab es lediglich ein 2:2-Unentschieden.

Schwarz-Weiß Lienen –

TuS Recke

„Wir wollen Platz sechs festigen und den Vorsprung nach hinten vergrößern“, hat TuS-Coach Michael Stelthove mit seiner Elf weiterhin Ziele vor Augen. In Lienen und in den kommenden Wochen muss er allerdings auf Keeper Thorsten Hothnaier verzichten (Muskelfaserriss), Ingo Audick aus der Reserve vertritt ihn. Ansonsten kann der Coach morgen personell aus dem Vollen schöpfen.

SC Hörstel –

VfL Ladbergen

Beim 0:4 vor Wochenfrist in Lengerich waren die Gastgeber chancenlos, gegen Ladbergen will die Kitroschat-Elf in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Chancen stehen gar nicht schlecht, denn der VfL hat arge Personalprobleme. Tim Lutterbei, Simon Deneke, Benjamin Egner, Malte Bauschulte, Mats Wiethölter sowie Simon Schallenberg müssen morgen passen. „Ich erwarte ein sehr intensives Spiel, mit einem Punkt wäre ich zufrieden“, sagt Gästecoach Karsten Ferlemann.

Grün-Weiß Steinbeck

Preußen Lengerich

GWS-Interimscoach Michael Reuter setzt gegen die Mannschaft der Stunde auf Defensive: „Wir wollen kompakt stehen und ein paar Nadelstiche setzen, sind aber natürlich klarer Außenseiter.“ Personell sieht es gut aus beim Aufsteiger, Reuter hat alle Mann an Bord. Die Gäste müssen morgen mit Henning Bünemann einen ihrer wichtigsten Akteure setzen, für Trainer Kai Kapitza zählt dies aber nicht als Ausrede: „Eigentlich müssten wir das locker gewinnen, im Hinspiel haben wir Steinbeck beim 6:4 unnötig stark gemacht.“ Die Stimmung im Lager der Preußen ist angesichts von 15 Punkten und 28:0 Toren aus fünf Partie glänzend, mit aller Macht strebt Lengerich zurück in die Bezirksliga.

Falke Saerbeck –

SC Halen

Gegen den Aufsteiger zählt für die Falken nur ein Dreier, zumal Preußen Lengerich enormen Druck auf den Spitzenreiter ausübt. Unterschätzen darf die Wiethölter-Elf den Gast aber nicht, die Jansson-Elf überrascht in der Vorwoche mit einem 2:1-Erfolg gegen Esch.

Stella Bevergern –

Schwarz-Weiß Esch

„Wir werden tiefer stehen als zuletzt gegen Steinbeck und wollen dann unsere Räume nutzen“, erklärt Stella-Trainer Bruno Graw seine taktische Marschroute gegen die spielstarken Püsselbürener. Personell ist die Situation bei den Hausherren gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Gäste müssen morgen ohne Daniel Ungruhe und Sebastian Meyer auskommen, dennoch hofft Trainer Andreas Fremann auf eine Kehrtwende. „Wir haben aus dem Hinspiel noch einiges gutzumachen, leider läuft es bei uns seit dem Winter nicht rund.“ Vor allem defensiv fehle laut Fremann die nötige Stabilität. „Wir stehen nicht mehr sicher“ (Fremann).

SV Dickenberg –

Arminia Ibbenbüren 2

Obwohl die Dickenberger aller Voraussicht nach den Weg zurück in die Kreisliga B antreten müssen, verkaufen sie sich seit Wochen teuer. Das hat auch DJK-Trainer Holger Althaus festgestellt: „Dickenberg ist nicht zu unterschätzen, das wird für uns ähnlich schwer wie die letzten Spiele.“ Personell gibt es bei den Gästen noch einige Fragezeichen, sicher scheinen die Ausfälle von Eugen Scheling und Lars Fluchtmann (beide verletzt).

Brukteria Dreierwalde –

Eintracht Mettingen

Spätestens nach dem 0:2 bei der Reserve von Arminia Ibbenbüren stecken die Gastgeber aus Dreierwalde voll im Abstiegskampf. Darauf wollen die Gäste natürlich keine Rücksicht nehmen, „wir haben einiges gutzumachen aus dem Hinspiel“, sagt Eintracht-Trainer Ralf Scholz. Er hofft darauf, dass seine Schützlinge eine ähnliche Bereitschaft zeigen wie zuletzt gegen Saerbeck, „dann bin ich zufrieden“ (Scholz). Fehlen wird den Gästen neben den Langzeitverletzten Matthias Rottmann, den es beruflich nach Köln gezogen hat. „Er hat gegen Saerbeck sein letztes Spiel für uns gemacht“ (Scholz).

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