Lütkemeyer für Kruphölter
Fußball: Trainerwechsel in Hiltrup / Am Sonntag geht es nach Hamm

Münster -

In den vergangenen Wochen haben sich die Verantwortlichen beim TuS Hiltrup öfter getroffen, als ihnen lieb war. Immer ging es um die Situation der ersten Mannschaft, die in der Westfalenliga gegen den Abstieg kämpft. Beim jüngsten Treffen stellte die Versammlung übereinstimmend fest: „Wir sehen kein Fortkommen.“ Also zog man die Reißleine und wechselte den Trainer.

Freitag, 27.04.2012, 16:04 Uhr

Lütkemeyer für Kruphölter : Fußball: Trainerwechsel in Hiltrup / Am Sonntag geht es nach Hamm
Kein Unbekannter auf der Trainerbank des TuS Hiltrup: Bis zum Saisonende übernimmt Ralf Lütkemeyer das Kommando. Foto: wh

„Es ist der letzte Versuch des Vereins, doch noch die Klasse zu halten“, sagt Ralf Lütkemeyer , der neben Günther Gadau die Nachfolge von Andree Kruphölter angetreten hat. Das alles nur bis zum Saisonende, dann übernimmt Martin Kastner. Lütkemeyer betont, dass er sich um diese Aufgabe nicht gerissen habe. Dasselbe gelte für Gadau. „Aber nach langen Überlegungen und vielen Absagen haben wir halt zugesagt.“ „Ich werde nicht die Hand auflegen und auf Besserung hoffen“, sieht sich Lütkemeyer nicht als Wunderheiler. Für ihn und Gadau gilt es nun, möglichst schnell die Mannschaft richtig kennenzulernen, die Eigenmotivation zu fördern und die Spiel- und Sporteinstellung zu ändern. Taktische Spielchen und anderes verbieten sich derzeit. Rolf Neuhaus, Sportlicher Leiter in Hiltrup , hat die Mannschaft und Trainer Kruphölter am Donnerstagabend von der Maßnahme unterrichtet. „Natürlich gefällt das keinem Trainer, wenn er entlassen wird. Aber Andree hat gesagt, dass er die Entscheidung sportlich nachvollziehen könne.“ Kruphölter selbst war gestern nicht zu erreichen, um seine Sicht der Dinge darzustellen. Neuhaus appelliert jetzt an jeden, nun wirklich alles zu tun, um die Klasse doch noch zu halten. Positiv registrierte er die Tatsache, dass die Mannschaft unter dem neuen Gespann sehr gut trainiert hat und alle voll mitgezogen haben. „Ich hatte den Eindruck, dass bei vielen eine gewisse Erleichterung vorherrschte.“ Der TuS Hiltrup braucht jeden Punkt, um das Abstiegsgespenst doch noch zu vertreiben. Vor dem Gastspiel am Sonntag beim Zweiten in Hamm ist daher auch schon Kampfgeist zu erkennen. „Den einen Punkt, den wir vor dem Anpfiff haben, werden wir uns ganz gewiss nicht leicht nehmen lassen“, verspricht Lütkemeyer einen Kampf auf Biegen und Brechen. Dass Günner ausfällt und Gieseler fraglich ist, erwähnt er am Rande.

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