Nelson da Costa hört beim SuS Neuenkirchen auf
Lehren statt kicken

Ochtrup -

Nelson da Costa wird in der nächsten Saison nicht mehr für den SuS Neuenkirchen spielen. Der 29-jährige Ochtruper hat den Westfalenligisten Anfang des Monats verlassen und wird ab dem 1. Mai ein Lehramts-Referendariat im Raum Oberhausen antreten. In welchem Umfang und bei welchem Verein er künftig spielen wird, kann der Töpferstädter mit portugiesischen Wurzeln momentan noch nicht sagen.

Donnerstag, 19.04.2012, 19:04 Uhr

Nelson da Costa hört beim SuS Neuenkirchen auf : Lehren statt kicken
Nelson da Costa (l.) wird fußballerisch wohl etwas kürzer treten, um sich seinem Lehramts-Referendariat zu widmen. Foto: Rapreger

„Für mich steht jetzt erstmal mein beruflicher Werdegang im Vordergrund“, erklärt da Costa, der unlängst sein Masterstudium in den Fächern Sport und Spanisch abgeschlossen hat. In den nächsten eineinhalb Jahren wird er nun an einem Gymnasium oder an einer Gesamtschule seine Lehrerausbildung forcieren.

Für den Mittelfeldspieler rückt der Fußball daher zunächst ins zweite Glied. „Ich muss natürlich sehen, in wie weit sich mein Referendariat mit dem Sport verbinden lässt. Viele meinen ja, dass für Lehrer oder angehende Lehrer der Hammer schon mittags fällt. Aber das ist mit Sicherheit nicht so. Gerade, wenn man sich in einem neuen Beruf noch alles erarbeiten muss.“

Laut eigenen Aussagen hätte er die eine oder andere lockere Anfrage für die kommende Saison bereits vorliegen, doch tendenziell würde es ihn sportlich eher in Richtung Ruhrgebiet ziehen. „Außerdem wohnt meine Freundin in Bocholt. Da werde ich wahrscheinlich nicht mehr jedes Wochenende hier in der Region sein“, vermutet da Costa.

Bei seinem Stammverein Arminia Ochtrup trainierte er zuletzt mit. Aber mehr aus Spaß, um alte Freunde zu treffen und um sich ein bisschen fitzuhalten. „Mehr war das aber auch nicht“, versichert der ehemalige Spieler von Twente Enschede , der Inhaber der Trainer-A-Lizenz ist.

Ein Engagement bei einem tieferklassigen Verein möchte da Costa jedoch nicht ausschließen. Aus Zeitgründen zwar definitiv nicht als Spielertrainer, sondern nur als „einfacher“ Aktiver. „Aber wenn ich das mache, dann ganz oder gar nicht. Es bringt doch nichts, wenn ich nur einmal die Woche trainieren bräuchte und dann am Wochenende spiele. Meiner Meinung nach kann man so nämlich keine Leistung bringen. Auch nicht in der Kreis- oder Bezirksliga, wo die Spieler nicht viel weniger fit sind als die in der Westfalenliga“, positioniert sich der Ochtruper.

Als Coach bildet sich der Rechtsfuß übrigens regelmäßig weiter. Am 30. April (Montag) nimmt er an einer Fortbildung des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer teil, die in Gelsenkirchen stattfindet. „Eine Trainertätigkeit habe ich natürlich nicht aus den Augen verloren. Aber damit werde ich wohl noch ein bisschen warten, bis ich als Lehrer Fuß gefasst habe“, setzt da Costa Prioritäten.

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