Interview mit Fortuna Gronaus Trainer Maik Meyer
„Wir haben alles versucht“

Gronau -

Der Abstieg in die Kreisliga A ist besiegelt. Wie geht es jetzt weiter? Wie ist es um den Gemütszustand im Fortunen-Lager bestellt? Und wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Dienstag, 26.06.2012, 09:06 Uhr

Interview mit Fortuna Gronaus Trainer Maik Meyer : „Wir haben alles versucht“
Maik Meyer Foto: aho

Aus, Schluss und vorbei. Fortuna Gronau konnte den Abstieg aus der Bezirksliga dann doch nicht verhindern und verlor höchst unglücklich mit 2:3 das Entscheidungsspiel gegen RW Lennestadt. WN-Mitarbeiter Nils Reschke hakte bei Trainer Maik Meyer am „Day after“ nach.

2:3 verloren, dazu höchst unglücklich. Bleiben die Fernseher nun ausgeschaltet und hat man vom Fußball, auch von der EM, die Nase erst einmal voll?

Maik Meyer (Trainer Fortuna Gronau): Ganz so drastisch ist das sicherlich nicht. Denn dafür sind wir nun einmal Fußballer. Wir wussten, dass wir dieses Entscheidungsspiel eben auch verlieren konnten. Leider ist es so gekommen.

Aufgrund der sintflutartigen Regenschauer sprach so mancher Fan von irregulären Verhältnissen. Wie war es tatsächlich auf dem Platz?

Meyer: Ganz so weit würde ich nicht gehen. Die Platzverhältnisse waren hart an der Grenze, das stimmt so schon. Aber beide Mannschaften mussten eben damit zurechtkommen. Für uns war der Nachteil vielleicht etwas größer, denn so kamen unsere technisch starken Spieler im Mittelfeld, kamen ein René Dornieden, ein Armin Wachholz oder auch ein Murat Karaman nicht so zur Entfaltung wie wir uns das vorgestellt haben.

Also der Klassiker: Da hat man schon kein Glück, und dann kommt auch noch Pech hinzu?

Meyer: Das trifft es schon. Es war ja nicht so, dass wir das schlechtere Team waren, das wir zu wenig versucht haben. Im Gegenteil. Wenn dann die Chancen von Haluk Kuyutas oder auch von mir nicht reingehen, dann ist das auch kein Unvermögen. Es war einfach Pech. Und Lennestadt hatte das Glück, das in solch einem entscheidenden Match benötigt wird. Für die zahlreichen Fans, die mitgereist sind, tut es mir natürlich leid. Wir wollten dem Verein mit einem Sieg etwas zurückgeben. Das ist uns nicht gelungen. Aber wir haben alles versucht.

Wie geht es jetzt weiter?

Meyer: Wir haben noch direkt nach dem Abpfiff gemeinsam zusammengesessen. Klar ist: Es bringt überhaupt nichts, sich gegenseitig zu zerfleischen. Das Spiel ist beendet, wir haben verloren. Aber es stellt auch eine Chance dar: gestärkt durch dieses Negativerlebnis in die neue Saison zu gehen.

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