Jubiläum: 1. FC Tönnishäuschen feiert 25-jähriges Bestehen
Schützen wurden Fußballer

Tönnishäuschen -

Sein 25-jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr der 1. FC Tönnishäuschen. Die Idee zur Vereinsgründung kam zufällig – und natürlich auf dem Fußballplatz. Eine Gruppe Jungschützen der Tönnishäuschener St.-Antonius-Bruderschaft war im Juni 1987 bei einem Turnier in Enniger zu Gast. „Wir haben schnell gemerkt, dass unsere Leistungen ausbaufähig waren. Wir hatten Potenzial“, sagt Gründungsmitglied Hubertus Beier.

Mittwoch, 27.06.2012, 17:06 Uhr

Jubiläum: 1. FC Tönnishäuschen feiert 25-jähriges Bestehen : Schützen wurden Fußballer
Männer der ersten Stunde: Thomas Stapel, Alfons Beier, Hubertus Beier, Friedhelm Hanskötter, Ralf Budt und Andreas Kaldewei vor 25 Jahren im provisorischen Vereinsheim – einem alten Bauwagen. Foto: Archiv / Christian Wolff

Die Idee kam zufällig – und natürlich auf dem Fußballplatz. Eine Gruppe Jungschützen der Tönnishäuschener St.-Antonius-Bruderschaft war im Juni 1987 bei einem Turnier in Enniger zu Gast. „Wir haben schnell gemerkt, dass unsere Leistungen ausbaufähig waren. Wir hatten Potenzial“, sagt Gründungsmitglied Hubertus Beier . Es wurde entschieden, das regelmäßige Training beizubehalten. Schon zwei Monate später hoben die kickenden Jungschützen den 1. FC Tönnishäuschen aus der Taufe.

„Wenn mir vor 25 Jahren jemand gesagt hätte, dass wir mal Silberjubiläum feiern würden, hätte ich es mit Sicherheit nicht geglaubt“, gesteht Beier, der den Verein seit 1996 als Vorsitzender führt. In der Tat waren die Anfänge beschaulich: Aufgrund fehlender Sportflächen wurde der holprige Bolzplatz im Dorfzentrum zum Trainingsgelände. Weil die benachbarte Alte Schule vom Keller bis zum Dach mit auswärtigen Vereinen belegt war, dienten der Kiosk Queder und „Theos Ponderosa“, eine urige Gartenlaube im Eichengrund, als „Not-Clubheime“. Aus dieser Not machten die Jungs jedoch schnell eine Tugend: Ein ausrangierter Bauwagen wurde in Eigenarbeit zum Clubheim umgebaut, gleichzeitig spendete Tiefbau Kosmann den ersten Satz Trikots.

Nur ein Jahr später fiel „Theos Ponderosa“, in der die Gründungsurkunde des „FCT“ unterzeichnet wurde, einem Brand zum Opfer. „Heute wäre der Ort mit Sicherheit historisch für uns“, ist sich Hubertus Beier sicher. Dennoch ging es munter weiter bergauf. 1989 erfolgte die Aufnahme in den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. Im selben Jahr schaffte sich der Verein mit dem „Winterball“ in der Alten Schänke Samson eine dauerhafte Plattform, um Spieler und Mitglieder zu ehren.

Zum Fünfjährigen im Jahr 1992 stellten die Aktiven ein Turnier auf die Beine, bei dem jede Straße aus Tönnishäuschen ein eigenes Team stellen konnte. Die Veranstaltung kam derart gut an, dass bereits 1993 – und von da an jedes Jahr – eine Fortsetzung folgte. Auch Tennisturniere gehörten schließlich zum sportlichen Programm. 1995, Trainer war damals Norbert Steinbach, ging dann der größte Traum der Fußballer in Erfüllung. Aus einem Acker schufen sie – ebenfalls in Eigenleistung – den eigenen Sportpark „Zur Angel“.

Nicht mal ein Jahr nach diesem freudigen Ereignis folgten die wohl schlimmsten Stunden in der Vereinsgeschichte. Es war der 2. April 1996: Nach dem gemeinsamen Training im Sportpark Nord verunglückte ein Pkw der Sportfreunde – zwei junge Menschen starben. Doch der 1. FC Tönnishäuschen ließ sich nicht unterkriegen – auch nicht durch Niederlagen. Nach dem Bau einer Volleyballanlage und dem zehnjährigen Bestehen, das vier Tage lang gefeiert wurde, lockte die Kreisliga. Dort feierten die „FCTler“ in der Saison 1999/2000 ihren größten sportlichen Erfolg: Unter Trainer Michael Kendermann stieg die Truppe in die Kreisliga B auf.

Doch der Nachwuchs fehlte. Sportlich ging es wieder bergab. Dafür tat sich ein neues Feld auf, denn der Sportpark bot die ideale Kulisse für Freiluft-Veranstaltungen. Unter Geschäftsführer Andreas Scheffer wurde 2007 die Reihe „Tönnis rockt“ ins Leben gerufen. Das Festival gibt‘s bis heute, während die „Winterbälle“ nach der Schließung der Dorfgaststätte keine Zukunft mehr hatten – ebenso wie die erste Mannschaft. Sport und Spaß gibt‘s weiterhin in Ahlens kleinstem Ortsteil. Und das „Perspektivteam“ für Fußballer aller Altersklassen hat den regelmäßigen Trainingsbetrieb aufrechterhalten.

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