SV Burgsteinfurt legt Protest ein
Spruchkammer muss entscheiden

Burgsteinfurt -

Am Sonntag sollte der Tag der Entscheidung werden und doch ist am gestrigen Montag alles unklarer als zuvor.

Montag, 25.06.2012, 20:06 Uhr

SV Burgsteinfurt legt Protest ein : Spruchkammer muss entscheiden
Timo Meyer (v.l.), Hendrik Telgmann und Christopher Schultejann können es nicht fassen – der SV Burgsteinfurt ist derzeit abgestiegen. Foto: Vera Szybalski

Denn, ob der SC Bad Salzuflen definitiv in der Landesliga bleibt und der SV Burgsteinfurt den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten muss ist weiterhin unklar. Sicher ist nur, dass Rolf Tschorn , Vorsitzender der Stemmerter, gestern schriftlich Protest beim Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) gegen die Wertung des Abstiegsrelegationsspiels vom Sonntag einlegte.

Der Relegationsspielleiter Hans-Dieter Schnippe aus Rheine erklärte, dass „die zuständige Verbandsspruchkammer wohl noch diese Woche entscheiden würde.“

Schnippe betonte noch einmal, dass es „für Burgsteinfurt sehr schlecht ausgesehen hätte“, wäre der SVB nicht mehr auf das Spielfeld zurückgekehrt sei. Wahrscheinlich hätten die Stemmerter in dem Fall sogar mit einer Strafe wegen Unsportlichkeit rechnen müssen.

SVB-Coach Helge Wolff unterstrich, dass sich seine Mannschaft „trotz aller Begleitumstände den Abstieg selbst zuzuschreiben hat.“

Auch wenn es eigene Schuld sei, so könne es trotzdem nicht sein, dass man aufgrund eines Schiedsrichterfehlers absteigt. Über einen möglichen Ausgang der Spruchkammersitzung konnte sich Wolff nicht äußern. Ein Wiederholungsspiel wäre „schade für den Gegner“, befand der Trainer. Sollte es doch dazu kommen, müsse der SVB entscheiden, ob Wolff auf der Bank sitzt. Beim Coach, der gestern bei Borussia Emsdetten offiziell vorgestellt wurde, würde natürlich auch der Zeitpunkt entscheidend sein, ob Wolff dann schon bei den Emsdettenern unter Vertrag steht. Wenn man in Burgsteinfurt seine Hilfe brauche, sei er aber da, „ich gehe schließlich ohne Groll“, so Wolff.

Das die Burgsteinfurter in beiden Abstiegsrelegationsspielen besser als der Gegner waren und nun wahrscheinlich doch in der nächsten Saison in der Bezirksliga an den Start gehen müssen, sei „sehr, sehr enttäuschend“, so Wolff. Der Übungsleiter wiederholte auch noch einmal die Kritik am Verein, das „der Kader zu klein und die Qualität in der Breite gefehlt hat.“ Das im Training dann nicht mal alle Spieler, sondern teilweise weniger als zehn Mann, anwesend waren kam noch hinzu.

Aufgrund der ganzen Aufregung ging der Abschied einiger Burgsteinfurter Spieler und natürlich der von Trainer Wolff unter. Wolff fehlten nach der Partie „die richtigen Worte.“ Natürlich hätte sich der Coach lieber mit dem Klassenerhalt verabschiedet. Die Hoffnung, dass das noch klappt, hat Wolff schon. Vor allem aber, sollte sich „der Verband fragen, ob das der richtige Modus ist“, äußerte sich Wolff kritisch darüber, dass ein Verein gleich zwei Relegationsspiele bestreiten musste. Denn der Verein, die Spieler und auch ihr Trainer müssten einen enormen Aufwand betreiben dafür, dass sie Amateure sind.

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