Fußball-Kreisliga A Lüdinghausen
Von Gelassenheit bis Fatalismus

Bezirk Lüdinghausen -

Am 19. August nimmt die Kreisliga A wieder ihren Betrieb auf. Der Spielplan wurde am Mittwoch vom Fußballkreis veröffentlicht – mit unterschiedlichen Reaktionen.

Donnerstag, 26.07.2012, 15:07 Uhr

Fußball-Kreisliga A Lüdinghausen : Von Gelassenheit bis Fatalismus
Gleich am zweiten Spieltag kommt es in Senden zum Duell zwischen den Mitfavoriten VfL und Herbern 2. In dieser Szene aus einer Begegnung in der vergangenen Saison setzt sich Sendens Marvin Lemmer (vorn) gegen Michael Sennekamp durch. Foto: rtu

Der quasi noch druckfrische Spielplan der Fußball Kreisliga A löste bei den Trainern gestern unterschiedliche Reaktionen aus – den einen war es relativ gleichgültig, gegen wen sie in den ersten Begegnungen antreten, andere mussten wegen starker Kontrahenten gleich zu Beginn erst einmal durchatmen.

Bezirksliga-Absteiger Fortuna Seppenrade empfängt zur Saisonpremiere SuS Olfen und hat dann zwei Auswärtsspiele bei Westfalia Vinnum und der SG Selm. Fortunas Coach Meik Strickling sieht gleich in den ersten beiden Gegnern Liga-Schwergewichte: „Gerade Vinnum hat sich sehr verstärkt und Olfen spielt ja schon seit Jahren in der Spitze mit. Aber ich finde es gut, gleich zu Beginn gegen starke Mannschaften zu spielen, damit wir sofort wissen, wo wir stehen.“

Die Zweite des SV Herbern muss zu Beginn gegen die Sendener Mannschaften antreten – gegen die VfL-Reserve am ersten Spieltag, bei der Ersten gleich danach. Dann empfängt die Mannschaft von Bernd Löcke die Reserve des TuS Ascheberg. „Die Spiele gegen die Sendener werden schwer, aus unterschiedlichen Gründen“, sagt Löcke. „Die Reserve wird die Aufstiegseuphorie mit in den Saisonstart nehmen, die Erste des VfL zählt für mich zu den Meisterschaftsfavoriten und wird die verkorkste letzte Saison mit ihren vielen Verletzten vergessen machen wollen.“

„Das ist natürlich ein relativ schwerer Auftakt“, sagt Ralf Bülskämper , Coach von Blau-Weiß Ottmarsbocholt. Der Dritte der vergangenen Saison muss zu Beginn gegen den Fünften SV Stockum und in der Woche darauf beim Vierten SuS Olfen antreten. Am dritten Spieltag kommt Westfalia Vinnum nach Ottmarsbocholt. „Das ist gleich eine Standortbestimmung“, kommentiert Bülskämper. „Wir müssen sofort topfit sein, um in den ersten Spielen zu punkten.“

Der VfL Senden spielt zur Saisonpremiere bei Aufsteiger Union Lüdinghausen 2, muss dann nach Herbern, um am dritten Spieltag die Reise zu Bezirksliga-Absteiger SV Südkirchen anzutreten. „Herbern 2 ist schon eine harte Nuss, das gleiche gilt für Südkirchen“, sagt VfL-Trainer Claus Fischer. „Und Union 2 wird in den ersten Begegnungen wohl stärker von Spielern aus ihrer Ersten unterstützt werden. Aber ich denke, die anderen Mannschaften werden sich auch nicht freuen, gegen uns zu spielen.“

Auch Ascheberg 2 bekommt es zu Saisonbeginn mit den Reserven von SVH und Union zu tun, empfängt am zweiten Spieltag die Lüdinghauser und muss am dritten nach Herbern. Zuvor bekommt es der TuS 2 am ersten Spieltag daheim mit dem SC Capelle zu tun. „Das ist ein schweres Auftaktprogramm“, sagt Aschebergs neuer Trainer Ludger Witthoff. „Lüdinghausen 2 kann ich nur schwer einschätzen. Capelle wird diesmal oben mitspielen, und Herbern 2 sowieso.“

Aufsteiger Union Lüdinghausen empfängt nach den Spielen gegen die Sendener Erste und bei der TuS-Reserve den PSV Bork. Trainer Karsten Senne sieht den Saisonauftakt mit relativer Gelassenheit: „Gegen wen wir zuerst antreten, ist eigentlich egal, denn ich glaube, dass es in den letzten zehn bis 15 Jahren ohnehin keine so starke Kreisliga mehr gegeben hat.“

Von einem „Hammerprogramm“ gleich zum Auftakt spricht dagegen Wolfgang Jansen, Coach von B-Ligameister Senden 2. Die VfL-Reserve bestreitet erst die fünfte Begegnung gegen die eigene Erste. Zum Auftakt tritt sie bei Herbern 2 an, empfängt am zweiten Spieltag den SV Südkirchen und reist dann zur Eintracht nach Werne. „Ich hoffe nicht, dass wir nach drei Spieltagen mit null Punkten dastehen“, sagt Jansen. „Aber vielleicht ist dieser Saisonbeginn ein Vorteil, weil auch die starken Mannschaften noch nicht eingespielt sein dürften.“

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