Großes Fan-Interesse
Schlangestehen für Derbykarten

Münster -

Das ließ sich gleich gut an. Der Kartenvorverkauf für die drei kommenden Punktspiele in der 3. Liga lockte die Fans des SC Preußen Münster in Scharen am Montag auf den Vorplatz des Stadions.

Montag, 10.09.2012, 20:09 Uhr

Großes Fan-Interesse : Schlangestehen für Derbykarten
Großes Interesse: Der Kartenvorkauf für die nächsten drei Spiele der Preußen hat begonnen. Foto: Matthias Ahlke

Nur 1700 Tickets für das Gastspiel beim VfL Osnabrück am kommenden Samstag standen zur Verfügung, die gingen alle weg wie warme Semmel am Montag. Münsters Kontingent ist verkauft. Eine Woche später, wenn Arminia Bielefeld an der Hammer Straße gastiert, werden bis zu 18 000 Plätze vergeben sein, wobei die Ostwestfalen ihrerseits 3400 Karten erhalten haben. Die Haupttribüne in Münster ist praktisch ausverkauft, Restkarten gibt es nich, Stehplätze sind aber noch ausreichend vorhanden. Und auch für das Auswärtsspiel am neuen Tivoli bei Alemannia Aachen am 25. September (Dienstag, 19 Uhr) gab es Tickets in der Geschäftsstelle des SC Preußen wie auch den extra geöffenten Kassenhäuschen. Für das DFB-Pokalspiel der zweiten Runde am 30. Oktober gegen den FC Augsburg wird der Kartenvorverkauf Anfang Oktober beginnen.

Aber zunächst gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Auswärtsspiel am Samstag in der Osnatel-Arena. Vor einem Jahr, am 10. September, wurde der Nachbarschaftsvergleich vom „Böllerwurf“ des Juri C. überschattet. 33 Personen kamen dabei zu Schaden, als der später als Sprengstoff deklarierte so genannte „Polen-Böller“ im alten Spielertunnel explodierte.

An diesem Dienstag findet die obligatorische Sicherheitsbesprechung in Osnabrück statt. „Natürlich sind alle sehr angespannt. Wir sind allerdings guter Hoffnung, dass alles in geregelten Bahnen abläuft“, sagt Münsters Sicherheits-Beauftragter Roland Böckmann . In Bereichen des Preußen-Anhangs habe es seit dieser Partie im Vorjahr keine Böllerwürfe mehr gegeben. Böckmann: „Wir gehen davon aus, dass alle Beteiligten daraus etwas gelernt haben.“ Offenbar ist das Zünden von Knallkörpern in der Fanszene nun „verpöhnt“.

Während sich die Polizei wie immer nicht in die Karten schauen lässt, erklärte Böckmann die Vorgehensweise des Vereins. Rund 20 Ordner, so viele wie noch nie, werden gestellt. Diejenigen, die den Entlastungszug mit rund 700 Plätzen um 11 Uhr nach Osnabrück nutzen wollen, müssen sich auf entsprechende Kontrollen und Verzögerungen einstellen. „Wer erst um kurz vor elf kommt, wird wohl keinen Platz bekommen“, glaubt er.

Strenge Kontrollen: Das gilt auch für die Preußen-Anhänger, die mit den stündlich verkehrenden Regelzügen nach Osnabrück gelangen wollen. In den Zügen und im Stadion herrscht nicht nur Glasflaschen-Verbot, sondern überraschenderweise sind auch Getränkedosen nicht erlaubt, diese könnten als Wurfgeschosse verwendet werden. Dass Pyrotechnik, Rauchtöpfe und Böller verboten sind, versteht sich von selbst.

Aktuell gilt für rund 20 Personen, die sich selbst als Preußen-Anhänger sehen, ein bundesweites Stadionverbot. Einigen von ihnen, die polizeilich bekannt sind, wurde ein Platzverbot für Osnabrück erteilt.

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