Acht Gronauer stehen im Kader von Landesligist Eintracht Nordhorn
Der „erste Absteiger“ überrascht

Gronau -

Landesliga-Fußball in Gronau? Bei den Herren nicht in dieser Saison. Aber Gronauer in der Landesliga gibt es, mehrere sogar im Kader von Eintracht Nordhorn.

Montag, 17.12.2012, 08:12 Uhr

Landesliga-Fußball in Gronau ? Bei den Herren nicht in dieser Saison. Aber Gronauer in der Landesliga gibt es, mehrere sogar bei Eintracht Nordhorn .

Acht Spieler, die schon in Gronau gekickt haben, stehen in dieser Spielzeit im Kader der Niedersachsen, was kein Zufall ist, denn auch Eintracht-Trainer Ralf Cordes war bis zum vergangenen Sommer bei der SG und zuvor lange bei Vorwärts Gronau in der Verantwortung.

„Für mich war es wichtig, Leute zu holen, die ich kenne und die vom Kopf her in Ordnung sind“, sagt Cordes. Und der Nordhorner Coach musste vor der Saison viele neue Leute holen, da am Heideweg ein Neuanfang anstand. Nach der Insolvenz des Klubs folgte der automatische Abstieg von der Oberliga in die Landesliga – und fast die gesamte Mannschaft verließ den Verein.

Aus seinem ehemaligen Wirkungskreis brachte der Übungsleiter schließlich von der SG Gronau Mariano Veld, Timo Setzpfand, Robin Averbeck und Simon Kalitzki mit, und Timo Kramer wechselte vom FC Epe zur Eintracht. Die Gronauer Baris Yilmaz, Ninos Shamon und Aho Issa gehören ebenfalls in dieser Saison zum Landesliga-Kader der Cordes-Truppe.

Für viele der Neuen war der Schritt zu Eintracht Nordhorn ein Sprung von der Kreisliga um zwei Spielklassen nach oben, was vor der Saison zu vielen kritischen Fragen führte. „Wir wurden als erster Absteiger gehandelt, mit nur fünf oder sechs Punkten und mehr als hundert Gegentoren“, berichtet der Eintracht-Trainer von den Prognosen, die sich nicht bewahrheiten sollten. Zur Winterpause haben die Nordhorner 20 Zähler auf ihrem Konto und stehen nicht auf einem der fünf Abstiegsplätze. „Der Sprung von der Kreisliga in die Landesliga ist immens groß. Das Spiel in der Landesliga ist schneller, aber wir haben uns so zusammengefunden, wie ich es mir erhofft habe“, sagt ein zufriedener Cordes.

Und auch mit den Leistungen der Gronauer ist der Trainer einverstanden, auch wenn die Hälfte der Spieler aufgrund von Blessuren nicht oder nur selten in den Pflichtspielen eingesetzt werden konnte. Mariano Veld hat nach überstandener Schambeinverletzung erst in den vergangenen Wochen wieder den Anschluss ans Team gefunden, genau wie Timo Kramer nach seiner Bänderverletzung im Knie. Robin Averbeck (Knöchelprobleme) und Simon Kalitzki (Meniskusschaden) wollen die Winterpause nutzen, um wieder topfit zu werden.

Torwart Aho Issa ist bei Eintracht die klare Nummer zwei und Ninos Shamon, der wie Issa aus der Jugend von Vorwärts Gronau stammt, kämpft mit den Konkurrenten um einen Platz auf der linken Seite. „Er hat schon einige Kurzeinsätze bekommen“, sagt Cordes. Häufiger auf dem Platz stand in der Hinrunde der 19-jährige Baris Yilmaz. „Er hat einen Schritt nach vorne gemacht“, berichtet der Eintracht-Trainer von der Entwicklung des Spielmachers. Und noch häufiger baute Cordes auf Timo Setzpfand, der in der Innenverteidigung seit dem vierten Spieltag seinen Stammplatz hat. „Timo ist die größte Überraschung. Er spielt überzeugend und abgeklärt und ist auf einem richtig guten Weg“, verteilt er ein dickes Kompliment an den ehemaligen SG-Spieler.

Damit die Eintracht auch in der zweiten Saisonhälfte auf einem guten Weg in Richtung Klassenerhalt ist, müssen die Nordhorner weiterhin ihre gezeigten Leistungen bestätigen. „Sollten wir unser Ziel wirklich erreichen und nicht absteigen, hätten wir mehr erreicht als gedacht“, sagt Cordes. Und dann wäre zwar nicht der Landesliga-Fußball in Gronau, aber wenigstens Landesliga-Fußball für acht Gronauer gesichert.

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