Ein Ja für mindestens ein Jahr
Pavel Dotchev besiegelt neuen Kontrakt per Handschlag

Estepona -

Das Finale der sowieso alles andere als schwierigen Verhandlungen war kurz und prägnant. Pavel Dotchev sagte „Ja“. Das wäre geschafft. Er verlängert seinen seit Januar 2012 laufenden Vertrag beim Fußball-Drittligisten mindestens bis 2014. Gelingt der Aufstieg in die 2. Bundesliga, wird das Vertragspapier bis Sommer 2015 ausgedehnt. Kurz nach dem Frühstück und vor der morgendlichen Trainingseinheit nahm der 47-Jährige das Angebot der Preußen am Freitag an.

Samstag, 12.01.2013, 05:01 Uhr

Pavel Dotchev hat beim SC Preußen das Sagen: Nicht nur in der laufenden Spielzeit, sondern auch im kommenden Jahr und im Aufstiegsfall sogar bis zum Sommer 2015. Der Vertrag ist per Handschlag besiegelt.
Pavel Dotchev hat beim SC Preußen das Sagen: Nicht nur in der laufenden Spielzeit, sondern auch im kommenden Jahr und im Aufstiegsfall sogar bis zum Sommer 2015. Der Vertrag ist per Handschlag besiegelt. Foto: Jürgen Peperhowe

Ausschlaggebend war es nicht, dass sich der Fußballlehrer, sein Co-Trainer Babacar N´Diaye sowie Team-Koordinator Stephan Küsters und die Vereinsspitze am Vorabend in geselliger Runde im La Rada an der Strandpromenade von Estepona bei Tapas und Rotwein relaxt ausgetauscht hatten. Es waren vielmehr schon Momente, wo sich alle Beteiligten unausgesprochen einig waren.

Alles klar mit Dotchev . Über N´Diaye sowie Küsters wird nun auch noch zu sprechen sein. Doch das Trio harmoniert, die Konstellation zu ändern, macht wenig Sinn. In den nächsten Wochen sollen dann auch Kontrakte mit Spielern überarbeitet werden. Münsters Mittelfeldbrillant Amaury Bischoff rückt nach der Verlängerung mit Dotchev auf der Agenda nach ganz oben. Einige Zweitligisten sollen bereits die Fühler nach dem 25 Jahre alte Franzosen ausgestreckt haben. Club-Chef Dr. Marco den Angelis beunruhigt das nicht: „Wir haben Amaury sicher bis 2014, allerdings ist es unser Bestreben, ihn noch länger an den Verein zu binden.“ Sollte Bischoff andererseits nach der Saison Abwanderungsgedanken hegen, würde der SCP eine große Ablösesumme erzielen können. Aber Bischoff sagt: „Hier ist alles super.“ Im Trainingslager in Estepona sprüht der filigrane Franzose vor Spielwitz, der aus Portugal vom Zweitligisten Aves gekommene Mann mit der Nummer 10 hat das Zeug, ein sportlicher Eckpfeiler der nächsten Jahre in Münster zu werden.

Interview: Club-Chef Dr. Marco den Angelis

Es gibt auch andere Akteure, die weiter in Münster bleiben sollen. Tormann Daniel Masuch zum Beispiel oder die Abwehrkräfte Patrick Kirsch und Fabian Hergesell, auch Jens Truckenbrod dürfte in eine dritte und vielleicht vierte Saison gehen. Prächtig entwickelt hat sich Stürmer Marco Königs, eine Anfrage vom Zweitligist FC St. Pauli gab es nicht, der SCP will den Düsseldorfer auf jeden Fall halten.

Nicht für alle lief das Camp in der Sonne rund. Fabian Hergesell kam nach einem Magen-Darm-Infekt nicht richtig auf die Beine. Teamarzt Dr. Cornelius Müller-Rensmann verschrieb ihm Transfusionen. Grünes Licht deutete Müller-Rensmann aber für Philipp Heise (Patellasehne) und Dimitrij Nazarov (Hüftbeuger) für den vorletzten Tag im Trainingslager an. Samstag könnten sie ihr Comeback im Mannschaftstraining feiern.

Am Wochenende wird die Maßnahme in Andalusien ein Ende finden. Samstag sieht das Marbella Center-Stadium das zweite Testspiel der Preußen um 16 Uhr, Gegner ist der Club Deportivo Rondo, der für den rumänischen Erstligisten Steaua Bukarest einspringt. Bukarest hat das vereinbarte Testspiel kurzfristig abgesagt . Am Sonntag in den Abendstunden fliegen die Adlerträger dann nach Deutschland zurück, von 20 Grad in Spanien auf den Gefrierpunkt in Westfalen geht es dann. Der kalte Alltag hat den SCP zurück. Ob Estepona eine Reise wert war? Am 26. Januar nach der Partie gegen Hansa Rostock kann eine Antwort gegeben werden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1409803?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F1794619%2F1794625%2F
Nikolaus als „Glück zum Anfassen“
„Na, mein Junge, bist du es auch wirklich?“ Erna Firch (92) zupft mal eben am Bart ihres Sohnes Dieter, der sie wie immer zum Auftakt seiner „Nikolauszeit“ im Caritas-Altenheim an der Clevornstraße besucht. Die gelernte Schneiderin hat früher die Kostüme gemacht.
Nachrichten-Ticker