Regionalliga: SF Lotte fertigt Bergisch Gladbach ab
Ganz cool und unbeeindruckt

Lotte -

Unbeeindruckt von den jüngsten Sponsoren-Turbulenzen zeigten sich am Samstag die Sportfreunde Lotte. Mit einem 5:1-Sieg gegen den SV Bergisch Gladbach festigte die Walpurgis-Elf ihre aktuelle Spitzenposition.

Sonntag, 17.02.2013, 17:02 Uhr

Nach starker Vorarbeit durch Amir Shapourzadeh steht Aleksandar Kotuljac goldrichtig und schiebt den Ball zum 3:1 für die Sportfreunde ins Tor.
Nach starker Vorarbeit durch Amir Shapourzadeh steht Aleksandar Kotuljac goldrichtig und schiebt den Ball zum 3:1 für die Sportfreunde ins Tor. Foto: Mrugalla

„Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können“ hatte Lottes Trainer Maik Walpurgis noch einen Tag vor dem Spiel gegen den SV Bergisch Gladbach gesagt. Und die Vorstellung der Mannschaft gab ihm dann am Samstag mit einem beeindruckenden 5:1 (2:0)-Sieg gegen den Tabellensiebzehnten Recht.

Die Turbulenzen unter der Woche wegen der Insolvenz der Hauptsponsoren „RERi PV.TV“ und „connectM“ schien die Mannschaft um Spielführer Tobias Willers kalt gelassen zu haben. „Wir bekommen unser Geld pünktlich, da ist alles In Ordnung. Und ich denke der Vorstand rund um Manfred Wilke wird das schon regeln. Wir haben die Antwort auf dem Platz gegeben“, sagte Lottes Kapitän kurz nach Spielende. Wichtiger war für ihn, dass die Mannschaft als Sieger vom Platz gehen konnte. „Damit setzten wir die anderen weiter unter Druck.“

Schon die ersten Minuten auf dem tiefen und aufgeweichten Rasen zeigten, wo es langgehen sollte. Lotte, das mit der erwarteten Aufstellung und damit erstmals mit Neuzugang Kevin Freiberger auflief, drängte die Gladbacher von Anfang hinten rein. Schon nach fünf Minuten gab es die Belohnung. Nach einem zunächst abgewehrten Grieneisen-Schuss fiel der Ball den am Samstag stark agierenden Sofien Chahed vor die Füße und der ließ Gästekeeper Sven Forsbach keine Chance. Und Lotte machte weiter Druck, verpasste aber zunächst eine weitere Resultatsverbesserung. Die Elf von Trainer Dietmar Schacht, dem es sehr missfiel, dass die Partie überhaupt ausgetragen wurde („Ich habe den Platz schon schlechter gesehen“, dazu SFL-Coach Walpurgis), war den Sportfreunden in jeder Phase deutlich unterlegen.

Auch Neuzugang Kevin Freiberger (rechts), der hier den Treffer von Kotuljac bejubelt, trug sich bei seinem ersten Einsatz in die Torschützenliste ein.

Auch Neuzugang Kevin Freiberger (rechts), der hier den Treffer von Kotuljac bejubelt, trug sich bei seinem ersten Einsatz in die Torschützenliste ein. Foto: Mrugalla

Als dann Dennis Schmidt in der 18. Minute nach einem Zweikampf mit offensichtlich starken Schmerzen verletzt im Mittelkreis liegen blieb und ausgewechselt werden musste, verflachte die Partie vorübergehend. Dennoch diktierten die Sportfreunde weiter das Geschehen. Binnen 60 Sekunden hätten dann aber Willers (30.) und kurz danach der für Schmidt gekommene Aleksandar Kotuljac (31.) nach herrlicher Kombination auf 2:0 bzw. 3:0 erhöhen müssen. Mit einem Traumtor aus 25 Metern markierte dann aber Willers dann den hoch verdienten 2:0-Pausenstand.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie der erste Durchgang. Lotte gab wieder Gas, Grieneisen scheiterte aber an Forsbach. Noch Glück hatten dann die Hausherren, dass Fatih Sanli (54.) nach einer Ecke nur knapp mit dem Kopf scheitete, doch gleich die zweite Chance der Gäste saß. Der zur Pause eingewechselte Daniel Chitsulo traf drei Minuten später zum 2:1-Anschlusstreffer. Lotte aber zeigte sich unbeeindruckt und Kotuljac zirkelte in der 60. Minute nach Shapourzadeh-Vorlage das Leder aus kurzer Distanz über die Linie. Als dann Neuzugang Kevin Freiberger in der 73. Minute nach einer Ecke per Kopf auf 4:1 erhöhte – zuvor hatten die Sportfreunde schon mehrfach klarste Chancen vergeben –, war endgültig alles klar. Auch danach folgte fast im Minutentakt eine Torchance auf die nächste, Bergisch Gladbach, seit der 71. Minute in Unterzahl, da Kilic wegen wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Katte gesehen hatte, hatte außer einer robusten Gangart nichts mehr entgegen zu setzen. So konnte Willers (87.) nach einer Ecke den verdienten Schlusspunkt zum 5:1 setzten. Die Gäste durften froh sein, insgesamt noch glimpflich davon gekommen zu sein.

Bei aller Freude blieb am Ende aber der Wermutstropfen wegen der Verletzung von Dennis Schmidt. „Er kann Wochen ausfallen, aber auch Monate“, hegt Walpurgis schlimme Befürchtungen. „Ich hoffe, dass es vielleicht ‚nur‘ ein Bänderriss ist. Es kann aber auch viel schlimmer sein!“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1521052?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F1794619%2F1794624%2F
Preußen Münster sperrt Tatverdächtigen für drei Jahre aus
Lerow Kwado (l) bedankt sich bei Fans des SC Preußen Münster für die Unterstützung.
Nachrichten-Ticker