Fußball-Bezirksliga: Tabellenzweiter strauchelt am Wolbertshof
Monnikhof schockt Deuten

Gronau-Epe -

Vorwärts Epe wehrte sich tapfer. Die ersten Fans traten bereits die Heimreise an, zufrieden mit einem 0:0 gegen den Zweiten aus Deuten. Doch ein plötzlicher Torjubel ließ sie doch innehalten. Gerard Monnikhof hatte zugeschlagen und den Grün-Weißen den 1:0-Sieg beschert.

Sonntag, 03.03.2013, 20:03 Uhr

Als echte Einheit präsentierte sich Vorwärts Epe am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenzweiten RW Deuten. Faruk Tan (hinten links) und seinen Mitspielern gelang ein tolles Kampfspiel mit einem echten Happy End.
Als echte Einheit präsentierte sich Vorwärts Epe am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenzweiten RW Deuten. Faruk Tan (hinten links) und seinen Mitspielern gelang ein tolles Kampfspiel mit einem echten Happy End. Foto: aho

Das erste Lob heimsten die Vorwärts-Akteure schon nach rund einer Stunde ein. „Irgendwie läuft es bei uns nicht“, rätselten die Verantwortlichen auf der Deutener Bank. Es stand 0:0, und die Gäste fanden einfach die Lücke nicht im Eper Abwehrverbund.

Nach 92 Minuten hatten sie dann wohl den „Papp“ endgültig auf. Denn Deuten wollte unbedingt drei Zähler behalten, das Team vom Wolbertshof konterte. Gerard Monnikhof kam eine Fußspitze schneller an den Ball, umkurvte den Gegner und schloss fallend und aus spitzen Winkel ab. Das Leder kullerte Richtung Tor, ein Deutener Verteidiger wollte noch retten, was nicht mehr zu retten war – und Vorwärts Epe hatte diese Partie tatsächlich mit 1:0 gewonnen.

Dass diese Mannschaft intakt ist, bewies sie beim anschließenden Jubel, zeigte sie aber auch schon während der 90 Minuten. Da stimmte die Körpersprache. Vorwärts Epe hatte den Kampf angenommen und bot RW Deuten die Stirn. Jener Mannschaft, von der sie noch in der Hinserie mit 1:7 „vermöbelt“ worden war.

In einer intensiven Partie blieben Torchancen auf beiden Seiten hingegen Mangelware. Am auffälligsten agierte für die Gäste noch Christian Hoppius. Sein tückischer Drehschuss in der 39 Minute, bei dem er das Leder gar nicht richtig getroffen hatte, hielt Maikel Visser fest. Und das war auch besser so, denn Jonas von Gostomski lauerte schon auf den Abstauber. Ansonsten passierte insgesamt eher wenig.

Sicherlich, Deuten drückte vor allem nach der Pause mächtig aufs Tempo, Epe geriet immer mehr unter Druck. Doch bei alledem behielt Thomas Gerwens als vorzüglicher Abwehrchef Ruhe und Übersicht. Erst nach rund 70 Minuten schaffte es Grün-Weiß, sich wieder ein wenig aus der Umklammerung zu befreien. Wovon der Tabellenzweite sichtlich genervt war, aufs 1:0 drängte – und dann ins offene Messer lief.

Aus kämpferischer Sicht sah Trainer Jochen Wessels bei seinem Comeback-Debüt an der Seitenlinie sogar einen verdienten Sieg: „Natürlich ist es glücklich, wenn man solch eine Partie in der Nachspielzeit entscheidet. Da hat Gerard seine ganze Klasse gezeigt. So wie das komplette Team, das kämpferisch vollauf überzeugt hat“, freute sich Wessels über drei erste Punkte bei seiner Mission am Wolbertshof.

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