Ahlener SG will den Derbysieg
Demonstratives Selbstbewusstsein

Ahlen -

Totgesagte leben länger. So ist es auch bei den Bezirksliga-Fußballern der Ahlener SG. Die Mannschaft von Dirk Reichstädter hat in den Partien nach der Winterpause bereits mehr Punkte gesammelt als in der kompletten Hinrunde. Dass man sich vor einer Woche über den „nur“ einen Zähler gegen Wickede/Ruhr ärgerte, zeigt das gewachsene Selbstvertrauen. Im Derby gegen Neubeckum wollen die Ahlener einen Nachschlag.

Samstag, 16.03.2013, 06:03 Uhr

Neuer Mut pulsiert in den Adern von Waldemar Dietrich (links) und der Ahlener SG. Die Orangenen gastieren am Sonntag in Neubeckum.
Neuer Mut pulsiert in den Adern von Waldemar Dietrich (links) und der Ahlener SG. Die Orangenen gastieren am Sonntag in Neubeckum. Foto: ms

So schnell können sich die Dinge relativieren bzw. Bezugsgrößen ändern. Nach zwei Siegen in Folge sorgte das unnötige Unentschieden beim 1:1 gegen TuS Wickede /Ruhr bei der Ahlener SG für Verdruss. „Ich finde es positiv, dass wir uns über den Punkt geärgert haben. Das zeigt, dass wir inzwischen einen anderen Anspruch haben“, konstatiert Dirk Reichstädter.

Am Sonntag gastiert sein Team um 15 Uhr beim SV Neubeckum , um sich am Ende nicht über ein Remis zu ärgern, sondern einen Derbysieg zu feiern. „Wir haben in den nächsten 29 Tagen acht Spiele vor der Brust“, sagt SVN-Coach Martin Hanskötter. „Und davon kann Neubeckum ab Montag gerne sieben gewinnen“, frotzelt Reichstädter, der um das Mammutprogramm des Kontrahenten weiß. Ebenso kennt der ASG-Trainer die jüngste Bilanz der Gastgeber: 0:5 gegen Langschede, 0:4 in Menden. Neubeckum kam zuletzt deutlich unter die Räder.

„Das ist aber eher undankbar für uns. Ein angeschossener Tiger ist doppelt gefährlich“, ahnt Dirk Reichstädter. Aber neun Gegentreffer binnen 180 Minuten ramponieren eben auch das fußballerische Selbstwertgefühl. „Wir kennen das aus der Hinrunde . Bei Neubeckum ist sicherlich eine gewisse Verunsicherung da. Und die wollen wir durch ein frühes Tor verstärken“, unterstreicht der Übungsleiter der Orangenen.

Sein Pendant Martin Hanskötter hält dagegen und fordert von seinem Team unmissverständlich einen Heimsieg ein: „Mir ist egal wie – es zählt nur das Ergebnis.“ Die Gegentorflut, sie sei auf eine Vielzahl eigener Fehler zurückzuführen. „Wir haben die Gegner zu sehr zum Toreschießen eingeladen. Das müssen wir dringend ablegen. Außerdem brauchen wir dringend auch mal Entlastungsangriffe, die wir vernünftig abschließen müssen“, so die Handlungsempfehlung Hanskötters an die Seinen. „Meine Truppe muss sich für den Verein zerreißen“, dekretiert Hanskötter.

Die ASG muss ihrerseits gerade zu Beginn bereits hellwach sein, um dusselige Rückstände wie gegen Wickede/Ruhr zu vermeiden. „ Alle sind heiß und die Mannschaft will jetzt unbedingt nachlegen“, versichert Dirk Reichstädter. Personell sieht es allerdings nicht ganz so prall aus. Jeffrey Söhndel und Marcel Starkmann sind im Training umgeknickt. Marcel Milleville, Markus Sikora und Samet Maskar plagen sich mit einer Erkältung herum.

Das jedoch ficht Reichstädter nicht an. „Selbstbewusst sind wir“, sagt er voller Entschlossenheit. So demonstrativ selbstbewusst hat man die ASG schon lange nicht mehr erlebt. Tut gut, sie so zu sehen.

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