Regionalliga: Lottes Trainer Maik Walpurgis warnt vor angeschlagener Kölner Viktoria
„Ein hartes Stück Arbeit“

Lotte -

Angeschlagener Gegner sind oft die gefährlichsten. Das darf man auch für Viktoria Köln annehmen. Die Kölner waren als Aufsteiger der Topclub der Regionalliga West. Im ersten Saisondrittel sah es auch lange so aus, als ob die Viktoria den Durchmarsch bis zur Meisterschaft angehen würden. Auch die Sportfreunde Lotte mussten dies noch am 6. Oktober des vergangenen Jahres erfahren, als die Walpurgis-Elf in Köln mit 1:3 verlor.

Freitag, 05.04.2013, 20:04 Uhr

Das Hinspiel verloren die Sportfreunde in Köln mit 1:3. Hier klärte
Das Hinspiel verloren die Sportfreunde in Köln mit 1:3. Hier klärte Foto: Walter Wahlbrink

Damals musste man in Lotte schon ein Fernglas zur Hand nehmen, um die Viktoria zehn Punkte weit einteilt auf Rang eins zu sehen. Doch vor dem Rückspiel am heutigen Samstag am Lotter Kreuz haben sich die Verhältnisse total umgekehrt. Jetzt thronen die Sportfreunde ganz oben, elf Punkte dahinter liegt Viktoria Köln auf Rang vier. Für die Gäste und ihrem Trainer Ralf Aussem, bereits dritter Coach in dieser Saison bei den Domstädtern, ist es schon die letzte Chance noch im Kampf um Platz eins eingreifen zu können. Zuletzt verlor das Team 1:2 in Schalke .

„Das ist auf jeden Fall ein gefährlicher Gegner“, warnt daher Lottes Erfolgscoach Maik Walpurgis . „Das ist ein absolutes Topspiel für uns“, zählt er die Gäste noch immer zu den Topteams der Liga. „Die haben von den Namen her eine sehr gute Mannschaft und wir freuen uns darauf, sie hier begrüßen zu dürfen.“

Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel drücken Lottes Trainer einige personelle Sorgen. Zwar darf Gerrit Nauber , dessen Sperre nach der Roten Karten in Düsseldorf am Mittwochabend vom WFLV um ein Spiel verkürzt worden ist (wir berichteten), so fehlen aber neben dem Verletzten Sofien Chahed noch Tim Gorschlüter und Amir Shapourzadeh (5. gelbe Karte). Wer ihre Rollen im Mittelfeld einnehmen wird, darüber grübelte Walpurgis gestern. „Wir werden im Abschlusstraining noch einiges ausprobieren“, so der Trainer gestern. Eine mögliche Variante wäre, dass Kevin Freiberger von der Außenbahn ins Mittelfeld rückt, dazu vielleicht noch Michael Tietz. Auf Außen könnte dann Dalibor Gataric wieder eine Chance von Anfang an bekommen. Noch zu früh käme eine Einsatz von Henning Grieneisen.

Im Angriff hat Walpurgis dagegen die Qual der Wahl. „Sowohl Dennis Schmidt als auch Aleksandar Kotuljac sind in guter Form. Und der Aleksandar hat uns ja zuletzt in Wiedenbrück mit seinem Tor zurück ins Spiel gebracht“, überlegt Walpurgis, wer von beiden gegen Viktoria Köln von Beginn an auflaufen wird.

Unbeeindruckt zeigte sich Walpurgis von dem Störfeuer aus Essen. „Das war wohl der Frust nach dem 0:0 gegen Kray und ein Strohhalm, am dem man sich klammert. Außerdem war es ja auch noch der 1. April“, reagierte Lottes Trainer auf die Äußerungen von RWE-Präsident Dr. Michael Welling.

Viktoria Köln kann wieder auf Stürmer Aziz Bouhaddouz zurückgreifen. Nach drei Spielen Sperre, die am Mittwochabend in Duisburg ebenfalls verkürzt worden war, darf er in Lotte wieder für das Aussem-Team auflaufen. Dagegen ist die Saison für Albert Streit, der eine viermonatige Sperre (wir berichteten) aufgebrummt bekam, gelaufen. Für zwei Kölner ist das Spiel auch ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein: Sowohl Christian Schlösser als auch Ercan Aydogmus trugen schon das Trikot der Sportfreunde Lotte.

Doch all das ficht Maik Walpurgis nicht an. „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, wiederholt er sich. „Aber wir wollen zu Hause unsere tolle Serie fortsetzen.“ Zu Hause sind die Sportfreunde in dieser Saison noch ungeschlagen. Und die letzte Niederlage überhaupt datier vom 6. Oktober, das 1:3 bei Viktoria Köln. Seitdem ging‘s steil bergauf.

SF Lotte:Buchholz – Kunert, Nauber, Willers, Hohnstedt – Wingerter, Tietz, Freiberger. Dal. Gataric – Prokoph, Kotuljac.

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