Maik Walpurgis: „Wir können mit der Außenseiterrolle gut leben
SF Lotte geht selbstbewusst auf den Platz

Leipzig/Lotte -

Das Nervenspiel beginnt. Heute Abend (17.30 Uhr) steigt im WM-Stadion von 2006, der Red-Bull-Arena, Teil eins der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga zwischen Rasen-Ballsport Leipzig und SF Lotte. Zuversicht herrscht hüben wie drüben, wobei die Hausherren ihre Selbstsicherheit weitaus mehr zur Schau stellen als die Sportfreunde.

Mittwoch, 29.05.2013, 06:05 Uhr

Zuletzt jubelten die Sportfreunde  - von links Danijel Gataric, Andre Wiwerink, Michael Tietz, Tim Gorschlüter, Henning Grieneisen (verdeckt) und Aleksandra Kotuljac - nach dem Sieg in Velbert. Wie wird es heute Abend aussehen?
Zuletzt jubelten die Sportfreunde  - von links Danijel Gataric, Andre Wiwerink, Michael Tietz, Tim Gorschlüter, Henning Grieneisen (verdeckt) und Aleksandra Kotuljac - nach dem Sieg in Velbert. Wie wird es heute Abend aussehen? Foto: Mrugalla

SF-Trainer Maik Walpurgis schiebt den Roten Bullen die Favoritenrolle zu. Diese Bürde nehmen die Leipziger an. „Ich glaube sicher, das wir aufsteigen“, sagt RB-Trainer Alexander Zorniger , der davon ausgeht, dass seine Mannschaft heute einen sicheren Zu-Null-Sieg vorlegt, um dann am Sonntag den Aufstieg feiern zu können.

Die Sportfreunde Lotte registrieren das selbstbewusste Auftreten der Leipziger, werden ihr Licht aber nicht unter den Scheffel stellen. „Mit der Außenseiterrolle können wir ganz gut leben“, stellt Walpurgis klar. „Aber wir sind Meister der Regionalliga West, haben uns gegen etablierte Gegner durchgesetzt. So gehen wir auch auf dem Platz. Und dann wird sowieso elf gegen elf entschieden.“

Fraglich ist allerdings, wie die Mannschaft mit der Kulisse von wahrscheinlich über 25.000 Zuschauern umgeht, was eine neue Rekordmarke im deutschen Regionalliga-Fußball bedeuten würde. Vor so vielen Fans hat noch kein Lotter Spieler gekickt. Da wäre es nicht verwunderlich, dass sich bei dem einen oder anderen SF-Akteur Nervosität breit macht. Dem widerspricht Maik Walpurgis jedoch. Er ist überzeugt, dass seine Mannschaft das wird ausblenden können. „Eine solche Kulisse ist es doch, was den Fußball ausmacht. Das wünscht sich doch jeder. Da ist bei uns niemand dabei, dem die Knie schlottern.“

Aus Lotte werden bis zu 400 Fans erwartet. Zu ihnen dürften sich im Gästeblock mindestens noch einmal so viele prinzipielle RB-Gegner gesellen. In verschiedenen Foren deuteten zahlreiche Fans anderer Clubs sowohl aus Leipzig wie auch aus Halle, Chemnitz, Berlin und sogar Rostock an, in die Red-Bull-Arena zu kommen, um SF Lotte zu unterstützen.

Seit Montag weilen die Sportfreunde in Leipzig. Dort sind sie im Wiederitzscher Hotel Hiemann abgestiegen. Gestern haben sie auf der Anlage von Rotation 1950 an der Delitzscher Straße trainiert. Im Vordergrund stand Einzelcoaching und die Verteilung detaillierter Aufgaben. Am Abend schaute sich die Mannschaft gemeinsam das Relegationsspiel des VfL Osnabrück in Dresden an. Heute stehen die Spieler in Leipzig selbst auf dem Platz.

Aus der Mannschaftsaufstellung machen beide Trainer ein großes Geheimnis. RB-Coach Alexander Zorniger hat die freie Auswahl. Ein Fragezeichen steht aber nach wie vor hinter Goalgetter Daniel Frahn. Zorniger selbst hatte seinerzeit die Spiele gegen Chemnitz und Jena als Generalprobe bezeichnet, so dass er wohl dieser Aufstellung vertrauen dürfte.

Bei den Sportfreunden gehört Timo Kunert nach überstandenem Muskelfaserriss wieder zum Kader, ein Einsatz käme aber noch zu früh. Gute Chancen auf die Startelf hat dagegen Sofien Chahed.

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