Finale des Kreispokals der Frauen: Nottuln gegen Billerbeck
Schwesterntreffen im Endspiel

Nottuln -

Gespannt blicken die Fußballerinnen im Kreis am Donnerstag nach Coesfeld: Um 15 Uhr wird im Sportzentrum Süd das Kreispokalendspiel zwischen dem Landesligisten GW Nottuln und dem Westfalenligisten VfL Billerbeck angepfiffen. Pikant: Für Nottuln spielt Karla Brinkschulte, für Billerbeck ihre Schwester Luisa.

Mittwoch, 29.05.2013, 18:05 Uhr

Schwesterntreffen im Finale: Karla Brinkschulte (großes Bild, Mitte) trifft im Kreispokalendspiel am Donnerstag in Coesfeld auf ihre Schwester Luisa, die beim Westfalenligisten VfL Billerbeck spielt.
Schwesterntreffen im Finale: Karla Brinkschulte (großes Bild, Mitte) trifft im Kreispokalendspiel am Donnerstag in Coesfeld auf ihre Schwester Luisa, die beim Westfalenligisten VfL Billerbeck spielt. Foto: Johannes Oetz und Frank Wittenberg

„Am Frühstückstisch dürfen sie über alles reden, nur nicht über unsere taktische Marschrichtung“, erklärt Matthias Feitscher. Der Trainer der Landesliga-Fußballerinnen von Grün-Weiß Nottuln meint dabei die Schwestern Luisa (18 Jahre) und Karla Brinkschulte (17). Karla spielt für die Grün-Weißen, Luisa für den Westfalenligisten VfL Billerbeck . Am Donnerstag (30. Mai) treffen die Beiden im Finale des Kreispokals , das um 15 Uhr in Coesfeld im Sportzentrum Süd angepfiffen wird, aufeinander. Ein Familientreffen besonderer Art mitten auf dem Platz. Das hat was!

„Natürlich ist Billerbeck Favorit. Der VfL spielt schließlich in der Westfalenliga und ist dort Dritter“, sagt Feitscher. Doch auch der Trainer des Gegners, Ralf Laukötter, hat Respekt vor dem Gegner: „Die Nottulnerinnen spielen bis dato in der Landesliga eine gute Saison. Ich erwarte ein hochklassiges Finale gegen einen spielstarken Gegner. Nottuln wird alles in die Waagschale werfen. Das ist nur ein Spiel, da kann viel passieren.“

Dass sie für eine Überraschung sorgen können, hoffen die Feitscher-Schützlinge natürlich. Der Trainer verrät kein großes Geheimnis, wenn er sagt: „Wir müssen erst einmal hinten sicher stehen und wollen dann einige Nadelstiche setzen. Spielerisch sind die Billerbeckerinnen uns überlegen, aber wir sind ehrgeizig.“

Auf jeden Fall, so Feitscher, wolle man es besser machen als im vergangenen Jahr. Da trafen die beiden Mannschaften ebenfalls im Endspiel aufeinander: Der VfL gewann deutlich mit 4:0 (2:0).

Leider gehen beide Teams nicht sorgenfrei ins Finale. Billerbeck muss seine verletzte Nummer 1, Nadine Tigges, definitiv ersetzen. Ersatz-Torhüterin Karoline Geers muss arbeiten. Die Torhüterin aus der zweiten Mannschaft soll nicht hochgezogen werden, da die Billerbecker Reserve noch um den Landesliga-Aufstieg spielt.

Bei den Nottulnern fallen Evelyn Vogts, Jennifer Otto und Denise Waltering aus. „Dafür werde ich Johanna Mersmann und Nikol Feitscher aus unserer B-Jugend hochziehen. Sie sollen Erfahrung sammeln“, so Matthias Feitscher, der hofft, dass sein Neuzugang Johanna Padberg Akzente setzen kann. „Sie ist nach einer sechsmonatigen Pause zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber mit ihrer Erfahrung ist sie eindeutig eine Verstärkung für uns“, sagt der GWN-Trainer über die Neue, die von der TSG Dülmen kam und vorher schon für die DJK Coesfeld-VBRS in der Regionalliga spielte.

»Das ist nur ein Spiel, da kann viel passieren.«

Ralf Laukötter
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