Relegations-Rückspiel SF Lotte - RB Leipzig: Stimmen
„Was wir gezeigt haben, war unglaublich“

Eindeutig ist der Tenor nach dem 2:2 im Relegations-Rückspiel. Die Sportfreunde Lotte haben überaus unglücklich den Aufstieg in die 3. Liga verpasst. Die Stimmen zum Spiel.

Sonntag, 02.06.2013, 21:06 Uhr

Alexander Zorniger , Trainer von RB Leipzig : „Es ging heute nur um das Weiterkommen. Es gibt sicherlich fußballerisch bessere Spiele. Aber wir wollten aufsteigen und sind aggressiv in die Zweikämpfe gegangen. Das ist o.k. Es ist ja kein Halma.Wir hatten in der Verlängerung die größeren Kraftreserven und sind in diesem Duell zweier richtig guter Regionalliga-Mannschaften insgesamt siegreich geblieben.“

Maik Walpurgis ,Trainer von SF Lotte : „Das ist ein bitterer Moment. Die Partie war sehr, sehr eng. Wir mussten ein 0:2 aufholen. Es war nicht leicht, auch mental die Mannschaft so weit zu bringen, dass sie den Glauben an sich ins Spiel trägt. Aber die Jungs haben das gut umgesetzt. Nach 93 Minuten haben wir das Hinspielergebnis egalisiert, dann schießen wir uns im Grunde mit dem Gegentor selbst raus. Danach waren wir mit unseren Kräften schon am Ende, die Mannschaft hat gefightet und alles gegeben. Aber die Mannschaft kann stolz auf sich sein, wenn man sieht, was sie geleistet hat. Wir waren über 210 Minuten mit einem Club wie RB Leipzig mit diesen Möglichkeiten, absolut auf Augenhöhe. Darauf können wir stolz sein. Dank sagen muss ich auch den Zuschauern. Man sieht deutlich, dass da etwas zusammen wächst.“

Aleksandar Kotuljac,Spieler von SF Lotte: „Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir hatten uns vorher gesagt, zu Hause ist alles möglich. So sind wir auch aufgetreten, waren die klar bessere Mannschaft und machen verdient das 2:0. Warum zuvor das Tor von Roman Prokoph nicht gegeben wurde, weiß ich nicht. Eine Hand war sicher nicht im Spiel. Der Linienrichter ist ja auch schon zur Mitte gelaufen.“

Ralf Rangnick,Sportdirektor von RB Leipzig: „Wir sind froh, dass wir durch das Nadelöhr Relegation durch sind. Keiner von uns hat sich ein so spätes 0:2 gewünscht. Es war ja die allerletzte Situation. Dadurch hatte Lotte eigentlich einen psychologischen Vorteil. Aber wie wir darauf reagiert haben, war sensationell. Die Mannschaft hat ihre Ziele weiter konsequent verfolgt. Wir hatten uns Lotte als allerletzten Gegner gewünscht. Wir haben alle möglichen Konkurrenten lange beobachtet. Von allen war Lotte die beste Mannschaft. Aber dieses schwere Los haben wir gemeistert und sind deshalb zurecht aufgestiegen, gerade wenn man sieht, dass uns fast 3000 Fans zum Auswärtsspiel begleiten.“

Michael Hohnstedt,Spieler von SF Lotte: „Was wir gezeigt haben, war unglaublich. Wir haben 0:2 hinten gelegen nach dem Hinspiel. Längst nicht jeder hat uns noch etwas zugetraut. Aber wir haben gekämpft, haben Leidenschaft gezeigt und hätten nach regulärer Spielzeit ein 3:0 verdient gehabt. Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben. Dass unsere Aufholjagd durch so ein unglückliches Fast-Eigentor gestoppt wird, ist unverdient. Dieser Nichtaufstieg ist bitterer als der im vergangenen Jahr, weil wir Meister waren und eigentlich alle Voraussetzungen für einen Aufstieg erfüllt haben.

Julian Loose,verletzter Spieler von SF Lotte: „Wir waren die mit Abstand bessere Mannschaft, machen das 2:0 und hätten nachlegen können. Das alles ist so ungerecht. Heute haben die beiden besten Regionalliga-Mannschaften Deutschlands gegeneinander gespielt. Aber nur eine kann aufsteigen.“

Timo Kunert,Spieler von SF Lotte: „Das alles ist schwer zu begreifen, ja ungerecht. Wir haben alles reingelegt, machen auch völlig verdient das 2:0. Wer hätte denn schon vor dem Spiel wirklich gedacht, dass wir das Ding drehen können. Wir hatten ja auch Chancen für ein drittes Tor. Stattdessen kassieren wir mit einem abgefälschten Schuss das 2:1. Bitterer geht es nicht. Wir haben den Aufstieg nicht heute, sondern im Hinspiel verloren. Ich habe zuletzt gut gearbeitet und wollte unbedingt spielen. Aber ab der 75. Minute ging es nicht mehr, ich wollte eigentlich raus. In der Verlängerung hatte ich fast nur noch Krämpfe und konnte der Mannschaft nicht mehr helfen.“

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