Neustart in der Kreisliga
Borussia Münster siegt und steigt ab

Münster -

Zum Abschluss der Saison beweist Borussia Münster durch einen 2:1-Erfolg über Westfalia Kinderhaus seine (Bezirks-)Klasse. Dennoch wird der Club in der kommenden Spielzeit in der Kreisliga A antreten müssen, weil die Konkurrenz nicht mitgespielt hat: Horstmar siegt 1:0 bei Amisia Rheine und ist gerettet.

Sonntag, 09.06.2013, 18:06 Uhr

Borussia steigt ab: Malte Born und die beiden Torhüter Maxi Jonitz und Patrick Menuhr sind verständlicherweise niedergeschlagen und freuen sich (noch) nicht so recht auf die bevorstehende Spielzeit in der Kreisliga.
Borussia steigt ab: Malte Born und die beiden Torhüter Maxi Jonitz und Patrick Menuhr sind verständlicherweise niedergeschlagen und freuen sich (noch) nicht so recht auf die bevorstehende Spielzeit in der Kreisliga. Foto: Wilfried Hiegemann

Die Hypothek war zu hoch, um sie mit dem dritten Sieg nacheinander am letzten Spieltag noch abtragen zu können. Nach dem 2:1 (1:0) in der Bezirksliga beim Derby in Kinderhaus steigen die Fußballer von Borussia Münster in die Kreisliga A ab. Das Fernduell um den Ligaerhalt entschied Horstmar mit dem 1:0 bei Amisia Rheine für sich. Drei von sechs Bezirksligisten aus Münster hat es mithin erwischt – ein großes Gerangel darf im Kreisliga-Oberhaus in der Qualifikationssaison zur eingleisigen A-Liga erwartet werden.

2005 traf die Borussia dieses Abstiegsschicksal zuletzt. Vier Jahre später erfolgte die Rückkehr unter dem Trainerduo Andrea Balderi/Ralf Speer. Der Erstgenannte nahm das Resultat aus Rheine als letzte Hiobsbotschaft gefasst auf. „Wir sind nicht heute abgestiegen, sondern in der schweren Phase mit den vielen Spielen im April und Mai, als wir wiederholt nicht gut besetzt waren“, erinnerte sich Balderi ungern. „Heute gehen wir mit erhobenem Haupt vom Rasen. Wir haben verdient gewonnen.“ Für sich selbst nahm er mit, dass die Mannschaft intakt geblieben war nach dem Vereinsurteil, mit Balderi nicht weiterarbeiten zu wollen, weil dies die Spieler so entschieden hätten.

Beim A-Ligisten SC Greven 09 wird der Coach mit Borussia-Kapitän Sebastian Hänsel als spielendem Co-Trainer eine neue Phase beginnen. Co-Trainer des Westfalenligisten BSV Roxel wird Dirk Marquardt , letzter Borussia-Torschütze in der Bezirksliga. Dass Lasse Rowald an der Grevingstraße keinen leichten Trainerjob inne haben wird, zeichnet sich ab. Torwart Patrick Menuhr tritt kürzer, Fabian Stelzig wechselt zu Westfalia Kinderhaus.

Die Gastgeber gönnten am Sonntag den Abgängern Eden, Tebeck und Nesar Einsatzzeiten in einem Spiel, das die Borussia zunächst aktiver sah, aber auch ziemlich ungefährlich. Kinderhaus kam offensiv besser zur Geltung, ließ sich aber mehr und mehr den Schneid abkaufen im Mittelfeld. Philipp Kraus (44.) sorgte per 18-Meter-Schrägschuss für das 1:0 der Gäste. Zur Pause war Borussia gerettet. Westfalia nahm nach dem Wechsel zunächst mehr Tempo auf. Trainer Carsten Kruth („Wir wollten nicht Einfluss nehmen auf die Entscheidung.“) sah das Plus durch Tomassos 1:1 als belohnt an (55.). Mit dem eingewechselten Marquardt vorne drin bekam Borussia einen neuen Zielspieler, der per Kopf traf (66.) und weitere Szenen hatte. Am Ende hätte ein deutlicherer Sieg eh nichts genutzt.

Kinderhaus:Beyer – Eden (58. Malcangi), Lammerding, Schwinn, Tebeck (46. Knemeyer) – Pielage, Nesar – Zegiri, Dan (81. Altefrohne), Eichler – Tomasso.

Borussia:Menuhr – Strelow, Zöller, Holtkamp, Maaß – Hänsel – Born, Stelzig, Mikowsky (68. Voigt) – Stark (62. Marquardt), Kraus.

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