3:3 in der Fußball-Westfalenliga: Hiltrup vergibt Sieg
Gefühlte Katastrophe für den TuS

Münster -

Westfalenligist TuS Hiltrup gab gegen Viktoria Clarholz in der Schlussphase einen 3:1-Vorsprung aus der Hand und musste sich am Ende noch mit einem 3:3 zufrieden geben.

Sonntag, 01.09.2013, 20:09 Uhr

Aljoscha Kottenstede (li.) und Frederic Böhmer kommen die die Clarholzer Andre Grunwald (Nr. 17) und Torwart Jonathan Mellwig (Clarholz) zu spät.
Aljoscha Kottenstede (li.) und Frederic Böhmer kommen die die Clarholzer Andre Grunwald (Nr. 17) und Torwart Jonathan Mellwig (Clarholz) zu spät. Foto: Wilfried Hiegemann

Ein Spektakel für die Zuschauer, eine gefühlte Katastrophe für die Trainer. Beim 3:3 des TuS Hiltrup gegen Victoria Clarholz waren beide Abwehrreihen an diesem Sonntag alles, aber nicht westfalenliga-tauglich. Besonders bitter: Hiltrup führte bis kurz vor Schluss noch 3:1, brachte sich dann aber durch zwei dilettantisch verursachte Elfmeter um den (vollen) Punktelohn.

Mittelfeldgeplänkel prägte die erste halbe Stunde,TuS-Keeper Romain Böcker blieb zunächst beschäftigungslos, war dann aber gegen Christopher Hankemeiers Knaller aus dem Rückraum hellwach. Ein Startschuss für die volle Offensive, jetzt ging es munter hin und her.

In der gesamten Partie ließen beide Mannschaften Chancen zu und Chancen aus, die für drei Spieltage gereicht hätten. Immerhin eine nutze kurz vor der Pause Aljoscha Kottenstede, als er eine Ecke von Gunnar Weber zur Führung einköpfte (42.). Nach dem Seitenwechsel weiterhin offenes Visier, Clarholz kam immer wieder über lange Bälle in die Gefahrenzone. Doch den Treffer erzielten die Hausherren, als der starke Michael Fromme einen Freistoß ins linke Eck schlenzte: 2:0, 52. Minute. Martin Wellmeyer verkürzte wenig später unter Mithilfe der TuS-Abwehr. Sein Schuss wurde abgefälscht und trudelte ins Netz (63.).

Nun ging es Schlag auf Schlag, Weber mit einem starken Pass auf Fromme, doch was der daraus machte, war noch stärker: Er vernaschte Abwehr inklusive Torwart am Sechzehner und schob zum 3:1 nach 70 Minuten ein – Spiel gelaufen. Denkste. Erst kam Böcker, dann Daniel Ziegner zu spät, zweimal gab‘s den Strafstoß. zweimal verwandelte Ugur Gözsüz (83./89.).

„Wir wollten eher offensiv als defensiv denken“ erklärte ein konsternierter Coach Martin Kastner nach dem Schlusspfiff. „Und das ist voll nach hinten losgegangen.“ Wohl wahr.

TuS Hiltrup: Böcker – Hoeveler, Böhmer, Ziegner, Deckert – Schunke, Mahmoud (79. Alarcon Reyes), Fromme, Castro, Kottenstede – Weber.

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